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Lipphardt

VILNE. Die Juden aus Vilnius nach dem Holocaust

Eine transnationale Beziehungsgeschichte.
1. Aufl. 2010. Buch. 545 S. Hardcover
Schöningh ISBN 978-3-506-77066-0
Gewicht: 964 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Auf der Suche nach dem Jerusalem Litauens – Begegnungen in New York, Tel Aviv und Vilnius

In der allgemeinen Wahrnehmung endet die Geschichte der osteuropäischen Juden mit dem Holocaust. Die vorliegende Studie stellt hingegen ihre facettenreiche Nachkriegsgeschichte in den Mittelpunkt. Sie folgt den Vilner Überlebenden auf dem Weg aus dem sowjetischen Vilnius über die Transit-Stationen in Polen und den DP-Lagern bis in die Aufnahmeländer – und kehrt schließlich zurück in die litauische Hauptstadt, wo erst 1991 wieder eine jüdische Gemeinde gegründet wurde. Indem sie osteuropäisch-jüdische Geschichte, Migrationsforschung, Erinnerungstheorie und empirische Kulturwissenschaft verbindet, bringt sie uns eine vielschichtige Lebenswelt jenseits des Shtetl-Klischees nahe und entwirft ein differenziertes Bild jüdischer Kultur-, Erinnerungs- und Trauerarbeit.

Die Studie wurde mit dem Prix de la Fondation Auschwitz 2009 und dem Klaus-Mehnert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde 2007 ausgezeichnet.
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