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Reise, Abenteuer und Geheimnis. Zu den Romanen Charles Sealsfields

1999. Buch. 270 S. Softcover
Aisthesis Verlag, Bielefeld ISBN 978-3-89528-263-8
Mit Romanen aus der ,Neuen Welt' wie "Das Kajütenbuch" oder "Nathan der Squatter-Regulator" avancierte der Austro-Amerikaner Charles Sealsfield/Karl Postl (1793-1864) zu einem der meistgelesenen Autoren des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Allerdings verblaßte der Ruhm des Autors bereits zu dessen Lebzeiten. Mittlerweile hat die Literaturwissenschaft den Romanautor Charles Sealsfield (wieder) für sich entdeckt: Nicht nur die Tatsache, daß er im Vormärz Themen und Motive der jungen amerikanischen Republik für sein deutsches Publikum beschreibt, ist interessant, sondern vor allem: wie.

Die Auseinandersetzung des Indiviuums mit Formen der Vergesellschaftung und den daraus resultierenden Wirklichkeitsentwürfen bestimmt wichtige Themenkomplexe in Sealsfields Romanen: Reise, Abenteuer und Geheimnis. So versinnbildlicht das Motiv der Reise den Zugang des Ich zur (fremden) Wirklichkeit; zugleich bietet sie eine Möglichkeit der Selbsterkenntnis. Die Gefährdung des Individuums, in der es sich behaupten muß, erfährt ihre Gestaltung als Abenteuer. Das Geheimnis schließlich beschreibt die Möglichkeit des Individuums, seine Abhängigkeit im Vergesellschaftungsprozeß zu erkennen - ist doch jede Beziehung zwischen Personen und/oder Gruppen dadurch gekennzeichnet, wieviel Geheimnis in ihr ist.

Diesen zentralen Werkaussagen geht die vorliegende Arbeit nach. Sealsfields Bezüge zur Tagespolitik und zu gesellschaftlichen Entwicklungen des Antebellum-Amerika finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die zahlreichen Bezüge zur Tradition der josefinischen Spätaufklärung und zur bildenden Kunst.
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