Erschienen: 30.04.2006 Abbildung von Kuhlemann | Wirksamkeit von Schuldnerberatung - Teil I | 2006 | Empirische Untersuchungen zur ... | 180

Kuhlemann

Wirksamkeit von Schuldnerberatung - Teil I

Empirische Untersuchungen zur Evaluation

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2006. Buch. 226 S. 32 s/w-Abbildungen. Hardcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-2289-3

Produktbeschreibung

Schuldnerberatung funktioniert! Wie genau? Um wie viel Prozent lassen sich die Schulden der Klienten im Jahreszeitraum durchschnittlich verringern? Und inwieweit werden die Erwartungen aller am Entschuldungsprozess Beteiligten erfüllt? Erstmals untersuchte die Diplom-Psychologin Astrid Kuhlemann anhand eines theoretischen Modells die konkreten Wirkungen von Schuldnerberatung. Die Autorin zeigt, dass Schuldnerberatung die Erwartungen ihrer wichtigsten Interessengruppen - also der Klienten, der Berater, der Kommunen, der Bundespolitik und der Gläubiger - in weiten Teilen erfüllt.

Die umfassende Wirkungsanalyse setzt Maßstäbe für die Erfolgskontrolle von Schuldnerberatung und führt zu konkreten Anregungen zur Qualitätssicherung in diesem Feld.
In die empirische Analyse wurden 239 Klienten von gemeinnütziger, sozialpädagogischer Schuldnerberatung einbezogen. Die Daten bestätigen eine deutliche Verbesserung ihrer finanziell-wirtschaftlichen Lage innerhalb eines Jahres. So hatten sich die Schulden durchschnittlich um 25 %, die Anzahl der Gläubiger sogar um fast 30 % verringert. Gleichzeitig traten im psychosozialen Bereich Erfolge auf. Den Klienten ging es besser, sie hatten wieder Zuversicht, ihre Schulden tilgen zu können, und griffen zunehmend auf soziale Netzwerke zurück. Allerdings zeigt die Studie Lücken im Bereich der Prävention auf: Es wurden eklatante Wissensmängel zum Umgang mit Geld und Schulden sowie unzureichende Lernerfolge der Klienten im Rahmen der Schuldnerberatung festgestellt. Die Lernerfolge der Klienten wurden von ihnen selbst und den Beratern unterschiedlich beurteilt: Berater überschätzen die präventive Wirkung durchweg. Für das Beratungskonzept bedeutet das konkret, dass die Klienten noch stärker mit einbezogen werden sollten, um Lernerfolge zu garantieren (siehe auch Band II).

Besonders erfreulich für die öffentliche Hand ist, dass Schuldnerberatung eine wirtschaftlich sinnvolle Investition darstellt: Die Kosten für Sozialhilfe konnten um mehr als 30 % reduziert werden, da ein Großteil der Klienten am Arbeitsmarkt Fuß fassen konnte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Schuldnerberatung
nach rund zwei Jahren amortisiert.

Diese Wirkungsanalyse der Reihe 'Wirksamkeit von Schuldnerberatung' wird von Band II ergänzt. In diesem stellt der Diplom-Psychologe Ulrich Walbrühl die personalen und sozialen Faktoren auf Seiten des Klienten vor, die Schuldnerberatung erfolgreich machen.

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