Erschienen: 01.01.1950 Abbildung von Kretschmer | Der Sensitive Beziehungswahn | 1950 | Ein Beitrag zur Paranoiafrage ...

Kretschmer

Der Sensitive Beziehungswahn

Ein Beitrag zur Paranoiafrage und zur Psychiatrischen Charakterlehre

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1950. Buch. vi, 204 S. Bibliographien. Softcover

Springer. ISBN 978-3-642-49411-6

Format (B x L): 17 x 24,4 cm

Gewicht: 374 g

Produktbeschreibung

In den zwischenliegenden Jahren konnte ich fortlaufend eigenes weiteres Material zu den Fragestellungen dieses Buches sammeln. Auch von anderen Forschern wurde eine Anzahl sie berührender Beobachtungen und Analysen in der Literatur niedergelegt. GAUPP schildert in fortlaufenden Veröffentlichungen die seelische Weiterentwicklung des Hauptlehrers Wagner; es interessiert uns hier besonders die Tatsache, daß auch sie wieder nicht nach dem starren, progressiven Paranoiaschema verläuft, sondern in der Anpassung an das Hinfallen alter und das Hervortreten neuer Umweltreize ihre psychologische Reaktivität auch weiter­ hin verrät: Die große Affektentladung des Massenmords und die katastrophale Umstellung der äußeren Lebenslage durch die Anstaltsinternierung zeichnet sich auch im psychischen Krankheitsverlauf als große Cäsur ab. Das aus der sexual­ ethischen Konfliktsspannung entsprungene, geschlossene Verfolgungswahnsystem blaßt bis zur weitgehenden Korrektur ab. Die wahn bereite Persönlichkeit bleibt natürlich bestehen und verfängt sich manchmal wieder in kleinen Anstalts­ erlebnissen. Im ganzen aber hat das Moment der moralischen Selbstquälerei, das ihn unseren Sensitiven verwandt macht, nunmehr nach der gewaltsamen Lösung seine Hochspannung verloren und liegt als abgeschlossene Lebensphase hinter ihm. Die Tendenzen der Selbstwerterhöhung, als die andere Seite seiner Persönlichkeit, haben nun in einer nicht mehr so verkrampften, weil nicht mehr so kontrastierten Weise freie Bahn und leben sich vor allem in dichterischen Produk­ tionen dramatischer Art aus - eine Selbstbefreiung durch Selbstdarstellung; sie werden nicht ohne äußeren Ehrgeiz betrieben. Die Neigung zur Selbstbespiege­ lung und zur Schau getragenen Menschenverachtung kommt immer wieder durch.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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