Erschienen: 31.12.1999 Abbildung von Krahl | Tatbestand und Rechtsfolge | 1999

Krahl

Tatbestand und Rechtsfolge

Untersuchungen zu ihrem strafrechtsdogmatisch-methodologischen Verhältnis

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1999. Buch. XIV, 368 S. Hardcover

Vittorio Klostermann. ISBN 978-3-465-02707-2

Das Werk ist Teil der Reihe: Juristische Abhandlungen

Produktbeschreibung

Das Buch behandelt die Unterscheidung und die strafrechtsdogmatische Zuordnung gesetzlicher Regelungen hinsichtlich der Strafbarkeitsvoraussetzungen und der Rechtsfolgen der Tat. In der Strafrechtsdogmatik, aber auch in der Rechtsprechung ist das Verhältnis von Tatbestand und Rechtsfolge unzureichend geklärt bzw. die Zuordnung erfolgt lediglich aus dem Blickwinkel ihrer Konsequenzen für das strafjuristische Arbeitsergebnis. Praktische Beispiele im StGB sind die unbenannten und benannten besonders schweren Fälle mit Regelbeispielen, die Nötigung, sowie die unechte Unterlassungsstrafbarkeit insbesondere hinsichtlich der Zumutbarkeit des erwarteten, aber ausgebliebenen Verhaltens. Aufgrund der verfassungsrechtlich gebotenen Bestimmtheit von Tatbestand und Rechtsfolge entscheidet die jeweils getroffene Zuordnung über die Vereinbarkeit des Strafgesetzes mit dem Verfassungsrecht.

Widerlegt wird das in der Strafrechtswissenschaft nahezu einhellig vertretene Kriterium für die Tatbestandseigenschaft einer Regelung, daß diese einen zwingenden und abschließenden rechtlichen Gehalt haben müsse, als ein lediglich aus Zweckmäßigkeitsgründen aufgestelltes volitives Kriterium. Die Abhandlung begründet dagegen die Unterscheidung der Voraussetzungen von den Rechtsfolgen einer Tat anhand der konditionalen Struktur der Strafgesetze, sowie der Gesetzlichkeit im Strafrecht als ein willkürliches Strafen abwehrendes und die Freiheit des Bürgers im Rechtsstaat sicherndes Grundrecht. Aufgrund der zahlreichen Normierungen von besonders schweren Fällen mit Regelbeispielen im StGB anläßlich des 6. Strafrechtsreformgesetzes von 1998 hat der Text besondere Aktualität und gibt Anlaß, die bislang in der Rechtsprechung und Literatur vertretenen Positionen neu zu überdenken. Eine zutreffende strafrechtssystematische Zuordnung zum Tatbestand bzw. zur Rechtsfolge ist Voraussetzung dafür, daß auf die Einhaltung der Gesetzesbestimmtheit durch die Strafrechtswissenschaft insistiert werden kann.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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