Erschienen: 31.05.2004 Abbildung von Kipp |

Kipp

"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes"

Landstädtische Reformation und Rats-Konfessionalisierung in Wesel (1520-1600)

lieferbar (3-5 Tage)

2004. Buch. 480 S. 8 s/w-Abbildungen. Hardcover

Verlag für Regionalgeschichte. ISBN 978-3-89534-572-2

Format (B x L): 17 x 24 cm

Produktbeschreibung

Das 16. Jahrhundert gilt für Wesel zurecht als eine der spannendsten Epochen der Stadtgeschichte. Unter Federführung einiger Prediger setzten der Rat und verschiedene gesellschaftliche Gruppen bis 1540 die Reformation durch und verteidigten in der Folgezeit die lutherische Lehre selbstbewußt gegenüber dem Landesherrn. Dem überwiegend reformkatholisch gesinnten klevischen Herzögen gelang es nur sehr eingeschränkt, auf den konfessionspolitischen Kurs der wichtigsten Stadt ihres Territoriums Einfluß zu nehmen.

Eine prägende Rolle dagegen gewannen die verschiedenen Immigrantenströme, die aus den Niederlanden und England kamen und eine konfessionelle Wende zum reformierten Bekenntnis herbeiführten. Am Ende des 16. Jahrhunderts war der Konfessionalisierungsprozeß in Wesel zugunsten der calvinistischen Lehre entschieden. Nicht nur die Katholiken, sondern auch Täufer und Lutheraner hatten sich in ihre Minderheitenexistenz zu fügen.
Das Buch beschreibt die Reformation und Herausbildung der Konfessionen in Wesel aus den unterschiedlichsten Perspektiven und führt das schier unerschöpfliche Quellenmaterial zu einem vielschichtigen und lebendigen Bild zusammen.

Vorwort 9
1. Einleitung
1.1 Thematik der Untersuchung 11
1.2 Forschungsstand 24
1.3 Quellen 29
2. Die innerstädtischen Rahmenbedingungen Wesels im 16. Jahrhundert
2.1 Die Verfassungsstrukturen
2.1.1 Der städtische Rat und seine Wahl 33
2.1.2 Verfassungskonflikte 43
2.2 Die demographische Entwicklung 49
2.3 Aspekte des wirtschaftlichen Lebens 51
3. Landstädtische Reformation und Rats-Konfessionalisierung in Wesel (1520-1600)
3.1 Der klevische Herzog und seine Hofräte 57
3.2 Der Weseler Rat
3.2.1 Kontroversen und personelle Säuberungen 68
3.2.2 Administrative Neuerungen 93
3.2.3 Exkurs: Vom pfarrherrlichen Send zum städtischen Konsistorium 96
3.3 Schulen
3.3.1 Die städtische Schule in der Altstadt 103
3.3.2 Die städtische Schule auf der Mathena 117
3.3.3 Privatschulen 120
3.3.4 Exkurs: Universitätsbesuche und Stipendien-Fonds 121
3.4 Drucker und Buchhändler 129
3.5 Kleriker, Prediger und Bruderschaften an den Pfarrkirchen
3.5.1 Pastöre, Kapläne und Prediger an St. Willibrord / an der Willibrordi-Kirche
3.5.1.1 Vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zur ersten Abendmahlsfeier auf Ostern 1540 139
3.5.1.2 Die Konsolidierung des Luthertums (1540-1548) 154
3.5.1.3 Das katholische Intermezzo (1548-1559) 158
3.5.1.4 Die unangefochtene Position der lutherischen Lehre (1559-1562) 161
3.5.1.5 Das Eindringen und die Etablierung des Calvinismus (1562-1600) 163
3.5.1.6 Exkurs: Prediger in der Altstadt ohne feste Anbindung an die Pfarrkirche 172
3.5.2 Pastöre, Kapläne und Prediger an SSt. Nikolaus und Antonius / an der Vorstadtkirche
3.5.2.1 Vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zur ersten Abendmahlsfeier im Jahre 1543 173
3.5.2.2 Die Konsolidierung des Luthertums (1543-1548) 179
3.5.2.3 Das katholische Intermezzo (1548-1553) 180
3.5.2.4 Die unangefochtene Position der lutherischen Lehre (1553-1556) 182
3.5.2.5 Das Eindringen und die Etablierung des Calvinismus (1556-1600) 184
3.5.2.6 Exkurs: Kleriker und Prediger an der Kapelle des Melaten-Gasthauses vor Wesel 192
3.5.3 Altäre und Vikarien 193
3.5.4 Bruderschaften 202
3.5.5 Exkurs: Von der Entsakralisierung der Kunst zum Ikonoklasmus 209
3.5.6 Der Superintendent 219
3.5.7 Der Krankentröster (visitator infirmorum) 221
3.6 Seelsorge und Kultus an den Pfarrkirchen
3.6.1 Gottesdienste 222
3.6.2 Sakramente 242
3.6.3 Weihehandlungen 255
3.6.4 Totengedenken 256
3.6.5 Prozessionen
3.6.5.1 Prozessionen in der Altstadtpfarre 266
3.6.5.2 Die Wallfahrt zum hl. Antonius auf der Mathena 270
3.6.5.3 Prozessionen in den Bauerschaften 276
3.6.6 Exkurs: Religiöses Brauchtum 278
3.7 Geistliche Gemeinschaften
3.7.1 Die Prämonstratenserinnen von St. Maria zu Oberndorf 283
3.7.2 Die Franziskanerinnen vom Dritten Orden 285
3.7.3 Der Beginen-Konvent Marie

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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