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Kajda

Dyskalkulie und visuell-räumliche Fähigkeiten

Stehen visuell-räumliche Fähigkeiten in einem kausalen Zusammenhang mit Dyskalkulie?
2010. Buch. 198 S.: 48 s/w-Abbildungen, 23 s/w-Tabelle. Softcover
Kovac ISBN 978-3-8300-5388-0
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 252 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Trotz vergleichbarer Prävalenzraten wurde in der bisherigen Forschung dem Störungsbild Dyskalkulie weniger Beachtung geschenkt als Lese- und Rechtschreibstörungen. Folglich herrscht bislang auch noch kein Konsens über die Ursachenfaktoren von Dyskalkulie.

In der Abhandlung wurde in drei Studien systematisch untersucht, ob visuell-räumliche Fähigkeiten einen kausalen Beitrag zur Dyskalkulie leisten.

Studie 1 erlaubte zunächst eine Spezifierung über den Zusammenhang zwischen visuell-räumlichen Fertigkeiten und Rechenleistungen bei Grundschulkindern mit und ohne Dyskalkulie nach Kontrolle von verbalen und basisnumerischen Fertigkeiten.

In Studie 2 wurden die klassischen visuell-räumlichen Fähigkeiten von dyskalkulischen Kindern im Vergleich zu altersgleichen sowie jüngeren unauffälligen Rechnern analysiert, wobei sich mentale Rotations­genauigkeit und räumliche Veranschaulichungsfähigkeit als besonders bedeutende Faktoren für die Zahlenverarbeitung herauskristallisierten.

In Studie 3 wurde die Kausalitätsfrage von visuell-räumlichen Fähigkeiten zur Dyskalkulie im Rahmen eines Cross-Over-Trainingsdesigns überprüft. Im Vergleich zum basisnumerischen Trainingsverfahren konnten Kinder mit Dyskalkulie nach dem visuell-räumlichen Training ihre Rechenleistungen signifikant verbessern.

Vor diesem Hintergrund scheint die visuell-räumliche Kognition eine bedeutende Rolle in der Zahlenverarbeitung einzunehmen und könnte einen guten Ansatz für Förderprogramme von Dyskalkulikern darstellen.
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