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Junge

Forever young?

Junge Erwachsene in Ost- und Westdeutschland
Springer Book Archives
1995. Buch. 241 S.: Bibliographien. Softcover
VS Verlag für Sozialwissenschaften ISBN 978-3-8100-1458-0
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 356 g
Vorgezogene soziale Verselbstandigung fiihrt zu okonomisch gestiitzten Formen der Familienbildung. Diese Unterstiitzung kann durch familiale oder staadiche Transferleistungen erfolgen. Je geringer die elterlichen Moglichkei­ ten zur Unterstiitzung sind, urnso baufiger wird der Ubergangspfad der superioren Arbeitsmarktintegration gewahlt. 1m Ralnnen der beiden Status­ konfiguration junger Erwachsener zeigt sich, daB die vorgezogene soziale Verselbstandigung wesentlich starker einer Pluralisierung von Lebensverlaufs­ mustern unterworfen ist als vorgezogene Arbeitsmarktintegration. FaSt man Individualisierung als Zunahme von Handlungsmoglichkeiten und Gestal­ tungsoptionen fOr den Lebensverlauf auf, dann kann fur die vorgezogene soziale Verselbstandigung von einer Pluralisierung und Individualisierung des Lebensverlaufs gesprochen werden. Die von Vaskovics (1993) thematisierten intergenerativen Transferbeziehun­ gen finden sich fast ausschlie6lich bei den jungen Erwachsenen, die den Pro­ ze6 der sozialen Verselbstandigung vorziehen. Demgegenuber fiihren Prozesse des arbeitsmarktintegrierten Erwachsenwerdens nur selten zu intergenerativen Transferbeziehungen. Dies verweist darauf, daB vorgezogene soziale Verselb­ stiindigung durch staatliche und elterliche Leistungen konstituiert wird. Beide Leistungen stehen in einer Substitutionsbeziehung zueinander. Entfallen staat­ liche Leistungen, dann greifen familiale okonomische Netzwerke, urn die Le­ benslage weiterhin zu stabilisieren. Daher kann der Familienbildungsproze6 in der vorgezogenen sozialen Verselbstandigung als eine gestiitzte Form der Familienbildung bezeichnet werden.
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