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Jugend Ost

Zwischen Hoffnung und Gewalt
Springer Book Archives
2014. Buch. 244 S.: Bibliographien. Softcover
VS Verlag für Sozialwissenschaften ISBN 978-3-322-96019-1
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 325 g
Jugendliche in Ostdeutschland 1992 Die Zeiten, in denen sich das Interesse der Öffentlichkeit auf die Jugend rich­ tet, sind in der Regel nicht die Zeiten einer Nachfrage nach differenzierten wissenschaftlichen Analysen. Statt dessen konzentrieren sich die Fragen auf die Randverteilung von Studien: Wieviel Prozent der Jugendlichen weisen die­ ses oder jenes Merkmal auf, gehören zu dieser oder jener Gruppe oder zeigen diese oder jene Verhaltensweisen? Solche dreifach gestrickten "Informatio­ nen" werden bevorzugt, um die eigenen gesellschaftlichen Ziele "wissen­ schaftlich" zu untermauem und damit in der Öffentlichkeit wirkungsvoller vertreten zu können. Es macht dabei wenig, daß diese simplifizierten Informa­ tionshäppchen aus dem Zusammenhang gerissen werden müssen, jede not­ wendige Differenzierung verloren geht und Jugend in einem Zerrspiegel der Öffentlichkeit präsentiert wird. Dieses hohe Maß an öffentlicher Aufmerk­ samkeit stellt auch eine große Verführung für jeden Forscher dar, der selten ge­ nug mit seinen Erkenntnissen über den Kreis einer engen Fachöffentlichkeit hinausdringt. Die vorliegende Studie greift Fragen auf, die zur Zeit in der Öffentlichkeit stark, wenn auch überraschend wenig kontrovers diskutiert werden. Verständ­ lich, daß ihr eine vereinfachende öffentliche Rezeption nicht erspart blieb. Ich z. B. hörte von der Untersuchung zuerst durch den Hinweis eines Journalisten, es sei nun wissenschaftlich erwiesen, daß die Mehrzahl der Jugendlichen aus­ länderfeindlich sei. Es konnte auch nicht ausbleiben, daß die vorliegende Stu­ die gegen die Shell Jugendstudie 1992, an der ich mitarbeitete, ausgespielt wurde.

Zielgruppe

Research

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Mitwirkende: Peter Förster