Erschienen: 31.03.2014 Abbildung von Jacobs | Stimmungskunst von Novalis bis Hofmannsthal | 1. Auflage | 2014 | beck-shop.de

Jacobs

Stimmungskunst von Novalis bis Hofmannsthal

lieferbar (3-5 Tage)

Buch. Hardcover

2014

400 S. 8 Farbabbildungen.

Igel Verlag. ISBN 978-3-86815-524-2

Format (B x L): 17 x 24 cm

Produktbeschreibung

Innerhalb der Forschungen zum Verhältnis von Emotionen und Literatur stellen die Stimmungen ein schwieriges Terrain dar. Ihr unbestimmter, abgründiger Charakter berührt zwangsläufig die Frage nach den Grenzen des Denkens und Sprechens. Ausgehend von Heidegger und der auf ihm aufbauenden Rekonstruktion des antiken Stimmungsbegriffs durch Leo Spitzer, zeigt die Hamburger Literaturwissenschaftlerin Angelika Jacobs, dass das alte Konzept um 1800 nicht nur an Geltung verliert. Im Zuge der Verzeitlichung wird es umbesetzt und produktiv zur ästhetischen Bearbeitung des kantischen Dualismus von Vernunft und Gefühl genutzt: Das Stimmungskonzept eint die getrennten Erkenntnisvermögen, überspielt die Grenzen literarischer und epistemologischer Gattungen und ermöglicht damit das Erleben von Ganzheit im heteronomen Bewusstsein der Differenz. Die Fallstudien zeigen, dass diese Kunst des Ausgleichens und Vermittelns von Anfang an in ein erkenntnis- und sprachkritisches Bewusstsein mündet, das Wilhelm von Humboldts Gattungsmodell und Sprachästhetik ebenso prägt wie die Poetisierung des Wissens bei Novalis. Das folgenreiche Werk des Theologen Sören Kierkegaard treibt die romantische Aporie auf die Spitze, indem es philosophische und ästhetische Autonomiekonzepte ironisch unterläuft. Die symbolistischen Poetologien Rilkes und Hofmannsthals nehmen diese Positionen auf, um sie im lyrischen Drama szenographisch zu entfalten und medienbewusst zu reflektieren.

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