Erschienen: 30.03.2001 Abbildung von Höttecke | Die Natur der Naturwissenschaften historisch verstehen | 2001

Höttecke

Die Natur der Naturwissenschaften historisch verstehen

Fachdidaktische und wissenschaftshistorische Untersuchungen. Zugl. Diss.

lieferbar, ca. 10 Tage

2001. Buch. 425 S. Softcover

Logos. ISBN 978-3-89722-607-4

Format (B x L): 14,5 x 21 cm

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zum Physiklernen; 16

Produktbeschreibung

Das Verständnis von Schülern und Schülerinnen über das, was Naturwissenschaften sind, was sie leisten, von wem, wie undw ozu sie betrieben werden, ist sehr begrenzt. Die traditionellen Unterrichtsverfahren des Physikunterrichts leisten kaum einen Beitrag zu einer Lösung dieses Problems.

Die Dissertation will diese Lücke schließen und arbeitet diesem Thema aufzweifache Weise zu: In einem fachdidaktischen Teil wird der historisch-genetische Unterricht auf eine breite argumentativeBasis gestellt. In einem wissenschaftshistorischen Teil wird eine Fallstudie zur experimentellen Tätigkeit Michael Faradaysentfaltet, die als eine Art Grundlagenforschung des historisch-genetischen Unterrichts zu verstehen ist. Die Arbeit beginnt mit einer Kritik des fachdidaktischen Normalverfahrens, das die Unterrichtswirklichkeit nach wie vor prägt. Es wird gezeigt,dass der Physikunterricht gefährdet ist, Mythen über Naturwissenschaft zu erhärten oder zu vermitteln. Daraufhin wird dasVorverständnis von SchülerInnen und LehrerInnen über das, was sie für Naturwissenschaften halten, aufgrund empirischer Untersuchungen dargestellt. Auf dieser Basis werden verschiedene, bislang vorgeschlagene und praktizierte didaktisch-methodische Verfahren zur Verbesserung des Kenntnisstandes über Naturwissenschaften auf den Prüfstandgestellt. Es wird ein hermeneutischer Begriff von Physikverstehen erarbeitet, um zu zeigen, wo die spezifischen Chancen und Möglichkeiten des historisch-genetischen Unterrichts liegen. Es wird gezeigt, dass dieser Ansatz geeignet ist, Informationenund Einstellungen über Naturwissenschaften (insbesondere über Physik) im Hinblick auf den Forschungsprozess zuvermitteln. Der Funktion und den Erfolgsbedingungen physikalischen Experimentierens gilt dabei besondere Aufmerksamkeit.Im zweiten Teil der Arbeit wird eine wissenschaftshistorische Fallstudie zur experimentellen Praxis Michael Faradays zurquantitativen Bestimmung dielektrischer Stoffeigenschaften (1836/37) durchgeführt. Anhand der Replikation der Experimentewird analysiert, unter welchen gedanklichen und materiellen Voraussetzungen sie stattfanden und welche experimentellenStrategien Faraday entwickelte, um erfolgreich zu sein. Es zeigt sich, dass im Experiment Gemessenes sich nichtselbstevident ergibt, sondern Ergebnis eines vielschichtigen Herstellungsprozesses ist. Wenn naturwissenschaftlicheTätigkeit als produktive Praxis nicht aus dem Blick geraten soll, wird es nötig sein, diesen Prozesscharakter auch imSchulunterricht zu betonen.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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