Erschienen: 31.01.2014 Abbildung von Hettling / Müller / Hausmann | Die

Hettling / Müller / Hausmann

Die "Judenfrage" - ein europäisches Phänomen?

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Buch. Softcover

2014

351 S.

Metropol Verlag. ISBN 978-3-86331-125-4

Format (B x L): 15.4 x 23.1 cm

Gewicht: 591 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zum Antisemitismus in Europa

Produktbeschreibung

In der entstehenden "bürgerlichen Gesellschaft" des ausgehenden 18. Jahrhunderts veränderte sich die Stellung der jüdischen Minderheit: Das Versprechen bürgerlicher und nationaler Gleichheit konnte als Verlockung wie als Bedrohung wahrgenommen werden, von Juden wie von der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft. Daraus entstanden in den einzelnen Ländern Diskussionen um die "Judenfrage". In diesen politisch-gesellschaftlichen Ordnungsdebatten wurden Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen einer rechtlichen Gleichstellung und sozialen Integration der Juden erörtert. Diese Kontroversen über die Stellung der jüdischen Minderheit dienten dabei zugleich als Selbstverständigungsdebatten über politische Grundwerte der Mehrheitsgesellschaft. Die "Judenfrage" erweist sich damit auch als Indikator für nationale Selbstverständigungsprozesse, besonders in politischen Umbruch- und Krisensituationen. Dabei schrieb man Juden sehr unterschiedliche Rollen zu, die Modelle reichten von radikaler Exklusion bis zu weitgehender Inklusion. Der Band stellt nationale Debatten exemplarisch und vergleichend nebeneinander. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf dem mittel-, ostmittel- und südeuropäischen Raum, zeitlich behandeln die Beiträge die Phase vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

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