Erschienen: 15.03.2017 Abbildung von Heindl | Aspekt und Genitivobjekt | 1. Auflage | 2017 | beck-shop.de

Heindl

Aspekt und Genitivobjekt

Eine kontrastiv-typologische Untersuchung zweier Phänomene der historischen germanischen Syntax

lieferbar, ca. 10 Tage

Buch. Softcover

2017

266 S.

Stauffenburg Verlag. ISBN 978-3-95809-850-3

Format (B x L): 17.2 x 24.1 cm

Gewicht: 497 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Stauffenburg Mediävistik

Produktbeschreibung

Die Arbeit beschäftigt sich mit zwei in der historischen Germanistik seit Langem umstrittenen Fragen: Gab es in den älteren Sprachstufen der germanischen Sprachen, die sich durch einen Wechsel von Simplexverben und den davon abgeleiteten präfigierten Verben in zahlreichen Kontexten auszeichnen, eine grammatikalisierte Aspektopposition und welche Rolle kommt der Akkusativ/Genitiv-Alternation im Objektbereich dieser Sprachen zu? Hinsichtlich der Frage nach der Existenz des am Verb markierten grammatischen Aspekts in Sprachen wie dem Gotischen, dem Alt- oder dem Mittelhochdeutschen liegen bisher sehr unterschiedliche Ansätze vor: Während die einen sich für das Vorhandensein der Aspektkategorie in diesen Sprachen aussprechen, lehnen die anderen diese Möglichkeit grundsätzlich ab. Auf Basis der Erkenntnisse moderner Aspekttheorien und unter Einbeziehung semantischer Tests zur Überprüfung der verbalen (Im)Perfektivitätswerte wird im Buch der Versuch unternommen, die aspektuellen Verhältnisse im Gotischen, im Alt- und im Mittelhochdeutschen zu rekonstruieren. Da mehrfach ein Zusammenhang zwischen der verbalen Aspektualität und der Kasussyntax in diesen Sprachen angenommen wurde, gehörte es ebenfalls zur zentralen Zielsetzung dieses Buches, das Verhältnis zwischen Aspekt und Objektkasus in der älteren Germania anhand der Daten aus dem Alt- und aus dem Mittelhochdeutschen näher zu untersuchen. Die typologischen Besonderheiten des Verbalaspekts und des Objektgenitivs in den germanischen Sprachen in Gegenüberstellung zu anderen Sprachen bilden dabei einen weiteren Schwerpunkt der vorliegenden Studie, daher wurde bei der Analyse der Kasusvariation Akkusativ vs. Genitiv bei der Argumentmarkierung die Anwendbarkeit des ,slavischen' und des ,finnischen' Modells des Objektkasuswechsels auf die germanischen Sprachen diskutiert. Ausgehend von der Spezifik der genitivfähigen Verbalphrasen enthält die Arbeit auch Überlegungen zur Evolution der Genitivfunktionen im (indo)germanischen Sprachraum und geht auf die möglichen Ursachen des Genitivschwundes im Deutschen ein.

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