Erschienen: 31.08.2005 Abbildung von Heidegger / Neumann | Martin Heidegger Gesamtausgabe | 2005

Heidegger / Neumann

Martin Heidegger Gesamtausgabe

II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944 (Frühe Freiburger Vorlesungen 1919-1923). Bd. 62: Phänomenologische Interpretationen ausgewählter Abhandlungen des Aristoteles… zur Ontologie und Logik (Sommersemester 1922). Anhang: Phänomenologische Interpretationen zu Aristoteles (Anzeige der hermeneutischen Situation). Ausarbeitung für die Marburger und die Göttinger Philosophische Fakultät (1922)

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2005. Buch. XXIV, 452 S. Softcover

Vittorio Klostermann. ISBN 978-3-465-03429-2

Produktbeschreibung

Mit der Vorlesung 'Phänomenologische Interpretationen ausgewählter Abhandlungen des Aristoteles zur Ontologie und Logik', die Martin Heidegger im Sommersemester 1922 vierstündig hielt, sind die frühen Freiburger Vorlesungen (1919-1923) nun vollständig erschienen. Heidegger verstand die Vorlesung als 'Fortsetzung' der vorangehenden Aristoteles-Vorlesung vom Wintersemester 1921/22, deren sachliche Aufgabe er als 'phänomenologische systematische Einleitung und Hermeneutik' bezeichnete. Die gewonnenen phänomenologischen Einsichten, die im Sommersemester an ausgewählten Textabschnitten des Aristoteles erprobt und vertieft wurden, sind zugleich als Grundlage und Vorarbeit zu dem geplanten, aber nicht zur Ausführung gelangten großen Werk über Aristoteles zu betrachten.

Beide Vorlesungen stehen in einem engen thematischen Zusammenhang mit dem im Herbst 1922 ausgearbeiteten Bewerbungsschreiben für die Marburger und die Göttinger Philosophische Fakultät, dem sogenannten 'Natorp-Bericht', der zu seiner Berufung auf das 'Extraordinariat mit Stellung und Rechten eines Ordinarius' an der Philipps-Universität zu Marburg führte. Diesen Bericht mit dem Titel 'Phänomenologische Interpretationen zu Aristoteles (Anzeige der hermeneutischen Situation)' verstand er zugleich als 'Einleitung' zu dem geplanten Werk über Aristoteles. Wie er im November 1922 an Karl Jaspers schrieb, 'exzerpierte' er sich (d. h. seine voraufgegangenen Vorlesungen) in der 'Einleitung' selbst. Das Bewerbungsschreiben, das nicht nur in seiner Analyse des faktischen (menschlichen) Lebens oder Daseins auf das Grundwerk 'Sein und Zeit' vorausweist und zu Recht als dessen 'Keimzelle' (Günter Figal) bezeichnet werden kann, wurde daher in den vorliegenden Band als Anhang aufgenommen.

Die Vorlesung vom Sommersemester 1922 gibt eine Übersetzung und anschließende Interpretation der ersten zwei Kapitel des ersten Buchs der 'Metaphysik' des Aristoteles und - verbunden durch eine 'Überleitung' - eine Übersetzung der ersten vier Kapitel des ersten Buchs der 'Physik', an die sich aber nur eine Interpretation der Eleaten-Kritik des zweiten und dritten Kapitels anschließt. Aufgrund der umfangreichen Übersetzungsteile dieser Vorlesung ist es nicht verwunderlich, wenn Heidegger hier erstmals ausführlicher auf das Problem des Übersetzens eingeht.

Ein echtes und volles Verständnis der aristotelischen Ontologie 'bedarf einer ersten Interpretation des vollen Sinnes der Fragehaltung, in der sich für Aristoteles seine ontologische Forschung ins Werk setzt'. Die Interpretation der 'Metaphysik' dient vor allem einer solchen Abhebung und Explikation der den Sinn der Frage- und Forschungshaltung faktisch bestimmenden Weisen des Verstehens und Verstehenderseins.

Demgegenüber ist die Interpretation der 'Physik' von der Frage geleitet, 'in welchem Bestimmungsursprung für welches Gegenstandsfeld die ontologischen Grundbegriffe entspringen'. Thema der aristotelischen Eleaten-Kritik, auf deren kritischen 'Umgangscharakter' die Interpretation abzielt, ist 'der Satz' 'Das Alles (das Seiende) ist einhaft', also ein Logos. Damit ist (entsprechend dem sachlichen Titel der Vorlesung) jene Problematik angesprochen, die in dem Bewerbungsschreiben vom Herbst 1922 als 'kategoriale Interpretation des Ansprechens und Auslegens, das heißt Logik' bezeichnet wird.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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