Erschienen: 31.12.2004 Abbildung von Hansen-Schaberg | Die Praxis der Reformpädagogik | 2004 | Dokumente und Kommentare zur R...

Hansen-Schaberg

Die Praxis der Reformpädagogik

Dokumente und Kommentare zur Reform der öffentlichen Schulen in der Weimarer Republik

lieferbar, ca. 10 Tage

2004. Buch. 285 S. Softcover

Julius Klinkhardt. ISBN 978-3-7815-1292-4

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Produktbeschreibung

Die Zielsetzung des Bandes ist es, die aus der Kritik an der "alten Schule" des Kaiserreiches entwickelten Innovationen auf allen Feldern der Schulpädagogik aufzuzeigen und damit Wege für die in der Schulpraxis suchend Tätigen, für die an historischen pädagogischen Alternativen interessierten Studierenden und für die bereits in reformpädagogischen Diskursen Bewanderten zu öffnen.

Die Studienausgabe "Die Praxis der Reformpädagogik" enthält Dokumente und Kommentare zur Reform der öffentlichen Schulen in der Zeit der Weimarer Republik. Die Zielsetzung des Bandes ist es, die aus der Kritik an der "alten Schule" des Kaiserreiches entwickelten Innovationen auf allen Feldern der Schulpädagogik aufzuzeigen und damit Wege für die in der Schulpraxis suchend Tätigen, für die an historischen pädagogischen Alternativen interessierten Studierenden und für die bereits in reformpädagogischen Diskursen Bewanderten zu öffnen.

Die ausgewählten Quellentexte beinhalten die Auseinandersetzung über eine "kindgerechte" Pädagogik, über arbeitsunterrichtliche Prinzipien und schulorganisatorische Fragen, die Entwicklung von Schulkonzeptionen und Lehrplänen, die Konkretisierung von didaktisch-methodischen Überlegungen, die Beschreibung von Unterrichtsbeispielen aus einzelnen Fächern und aus dem Gesamtunterricht, die Beschäftigung mit Erziehungsfragen, insbesondere mit der Koedukation, die Einübung demokratischen Handelns, die Einbeziehung der Eltern und des gesellschaftlichen Umfeldes und die Gestaltung des kulturellen Schullebens.

Rezensiert für die Historische Bildungsforschung Online bei H-Soz-u-Kult
von:

Dieter Hoof
E-Mail:

Inge Hansen-Schaberg bereichert den bildungshistorischen und schulpädagogischen Diskurs um eine materialreiche Studie über 34 reformpädagogische Quellentexte aus Archiven und Veröffentlichungen der Weimarer Zeit. Die Autoren (fünf Frauen, 21 Männer) sind teils bekannte, teils aber auch literarisch weniger in Erscheinung getretene Lehrerinnen und Lehrer. Aus dem Umkreis der sog. 'Klassiker' sind unter anderem Hugo Gaudig, Heinrich Scharrelmann, Lotte Müller, Wilhelm Paulsen und Lydia Stöcker mit Berichten aus der Schule bzw. mit konzeptionellen Beiträgen vertreten. Vom Umfang her ragt ein Beitrag von Fritz Karsen mit 26 Seiten heraus. Darin wird, eingefügt in ein Schulbau-Programm, eine erhebliche Breite reformpädagogischer Ansätze für den Unterricht vermittelt. Aber die Genannten sind keineswegs die alleine maßgebenden reformpädagogischen Lehrerinnen und Lehrer gewesen. Die meisten der im Buche berücksichtigten Autoren sind 'vergessene Reformer'.

Die Texte dokumentieren innovative didaktische und pädagogische Gestaltungsabsichten gleichermaßen wie eine realistische Einschätzung unterrichtlicher Möglichkeiten. Die Reformer haben sich mit Hingabe einer Veränderung überkommener Strukturen des Lernens und seiner schulischen Voraussetzungen gewidmet. Die in vielen Texten auch auffindbaren programmatischen Ausführungen haben ihren Ausgangspunkt in der damaligen schulischen Wirklichkeit der betreffenden Lehrerinnen und Lehrer.

Das Buch widmet sich der Pädagogik in konkretisierender Absicht. In der Einleitung lesen wir: 'Man möchte näher heran an das tatsächliche Leben in der Schule, als es durch geisteswissenschaftliche und ideengeschichtliche Darstellungen. möglich ist. Denn bisherige bildungshistorische Darstelllungen der Reformpädagogik haben oft eine genauere Beschäftigung mit den in der Zeit der Reformpädagogik stattgefundenen realen pädagogischen Prozessen in den Hintergrund gedrängt. Demgegenüber wird auf S. 8 des vorliegenden Bandes im Anschluss an Bruno Schonig angeführt, dass sich in historischen Quellen 'Merkmale reformpädagogischer Unterrichtspraxis' spiegeln (können), die ein neues Verständnis über Schüler, Lehrer, Lernen und unterrichtliche Sinngebung anzeigen. Das kann, wie das Buch zeigt, im Wege einer immanenten Hermeneutik herausgearbeitet werden.

Das refor

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