Erschienen: 31.03.2012 Abbildung von Hainz | Rose Ausländer: Christian Morgenstern-Translations | 2012

Hainz

Rose Ausländer: Christian Morgenstern-Translations

Kommentiert und herausgegeben von Martin A. Hainz

lieferbar, ca. 10 Tage

2012. Buch. 90 S. 12 s/w-Abbildungen. Softcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-6187-8

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 125 g

Produktbeschreibung

Rose Ausländer (1901–88) ist eine der wichtigsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts, sie verlieh ihrer Zeit eine unverwechselbare wie unbestechliche Stimme. Man müsste sogar sagen: Sie verlieh ihrer Zeit viele Stimmen, nämlich einerseits in vielen Entwürfen dessen, was man lyrisches Ich nennt, andererseits aber auch in vielen Sprachen, aus denen sie übersetzte, in die sie aber auch übertrug. Vielstimmigkeit bezieht sich in ihrem Fall also nicht nur auf das berühmte Czernowitz in der mythenumwobenen Bukowina, sondern auch ihre Jahre in den USA: Jahre, deren Bedeutung die Dichterin aus biographischen Gründen lange herunterspielte – doch durch das amerikanische Englisch der Dichtungen von Marianne Moore wie auch E.E. Cummings lernte sie die Moderne nicht zuletzt kennen. Sie fand hier ihren eigenen Ton, in Poemen, die dort eine neue Experimentierfreude zeigen, wo sich die Dichterin zuvor an Traditionen abarbeitete. Es geschah zu dieser Zeit, dass sie auch Christian Morgenstern übertrug, in ihr eigenes, spannungsreiches Englisch, worin sie freier war, als sie es zu jener Zeit in der „Mutter- und Mördersprache” Deutsch hätte sein können…

In diesem unsicheren Zwischenbereich wird Rose Ausländer zu einer der maßgeblichen Lyrikerinnen nicht nur ihrer Zeit, sie beschreibt diese Jahre: „Fliegend / auf einer Luftschaukel / Europa Amerika Europa”. Kaum kann man also das Gewicht dieser Texte hoch genug einschätzen, und ihre Bedeutung für Rose Ausländers Werdegang. Dennoch waren die Typoskripte und Handschriften der Dichterin lange in Koffern verst: Rose Ausländer kehrte zuletzt den USA und dem Englischen den Rücken, um in ihre sprachliche Heimat, das Deutsche zurückzukehren, die Texte blieben mit allerlei anderem, da sie dem Frieden in Europa nicht recht tre, in den Vereinigten Staaten.
Das Konvolut, das wie ihr Nachlass in Helmut Braun schließlich einen gewissenhaften Verwalter fand, ist nun – nicht zuletzt dank ihm – ediert, es wird hier erstmals (mit einem Kommentar versehen und in historisch-kritischer Weise aufgearbeitet) vorgestellt, unter Berücksichtung der aller Fassungen der einzelnen Texte, die teils zudem auch als Faksimile präsentiert werden. Eine wesentliche Lücke im Schaffen der großen Lyrikerin ist damit geschlossen, man wird wesentliche Aspekte dieser Dichtung hier neu kennenlernen.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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