Erschienen: 13.03.2003 Abbildung von Graumann | Die Kirche der Väter | 2003

Graumann

Die Kirche der Väter

Vätertheologie und Väterbeweise in den Kirchen des Ostens bis zum Konzil von Ephesus (431)

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109,00 €

inkl. Mwst.

2003. Buch. IX, 500 S. Hardcover

Mohr Siebeck. ISBN 978-3-16-147549-8

Das Werk ist Teil der Reihe: Beiträge zur historischen Theologie; 118

Produktbeschreibung

Was steckt hinter dem Begriff 'Kirchenväter'? Thomas Graumann untersucht, wie im 4. und 5. Jahrhundert durch die Berufung auf 'Väter' theologische Einsichten verdeutlicht und begründet wurden. Dabei wird klar, daß das Väterdenken das damalige kirchliche Selbstbewußtsein entscheidend mitprägte.

Thomas Graumann untersucht die Entstehung einer theologischen Denk- und Argumentationsform, die als Väterbeweis bezeichnet wird. Dabei geht es um eine Form der Berufung auf Tradition, die bestimmte Personen namentlich als Autoritäten ('Väter") benennt und ihr Denken durch explizite Zitate begründet. Beide Elemente tauchen erstmals im Zuge der trinitätstheologischen Kontroversen des 4. Jahrhunderts auf, genauer in der Auseinandersetzung zwischen Markell von Ankyra und Euseb von Caesarea. Während Markell diese Art der Argumentation der Gegner kritisch gegen die alleinige Autorität der Heiligen Schrift ausspielen will, entdeckt sie Euseb als ein Merkmal des 'Kirchlichen' und der zu fordernden Kontinuität von 'Theologie'. Thomas Graumann untersucht, wie in der Folgezeit durch die Berufung auf Väter theologische Einsichten verdeutlicht und begründet wurden und wie dabei zugleich die Frage nach einem eigenen kirchlichen Standort mitbeantwortet wurde. Kyrill von Alexandrien schließlich formt zu Beginn des 5. Jahrhunderts in der Kontroverse mit Nestorius diese Ansätze zu einem förmlichen Väterbeweis. Darum liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Analyse des publizistischen Streits mit Nestorius und der detailgenauen Auswertung der Akten des Konzils von Ephesus. Die Bedeutung des Väterthemas für die Selbstwahrnehmung der Konkurrenten und für das Konzilsgeschehen erscheint so in einem neuen Licht. Auch die an das Konzil anschließenden Friedensverhandlungen stehen im Zeichen der Suche nach gemeinsamen Vätern. Das Konzil von Ephesus erweist sich als Knotenpunkt der vorherigen Entwicklung und Quellpunkt der weiteren Nutzung dieses Verfahrens, das spätestens mit dem Konzil von Chalcedon (451) zur 'normalen' theologischen Methode wird. In der Pflege gemeinsamer Vätererinnerung beschreibt das Väterdenken zugleich einen wesentlichen Ausschnitt des kirchlichen Selbstbewußtseins frühbyzantinischer Prägung und steht so gleichsam stellvertretend für eine (im Altertum) theoretisch nie formulierte östliche Ekklesiologie.
English summary:

The Church of the Fathers. The Theology and Proof of the Fathers in the Churches of the East up to the Council of Ephesus in 431. By Thomas Graumann.
Thomas Graumann examines the emergence of a theological form of thought which is called the patristic argumentation. This is a kind of reference to tradition which designates certain persons by name as figures of authority (fathers) and substantiates their way of thinking with explicit quotations. Both elements appear for the first time in the course of the theological controversy surrounding the Holy Trinity in the 4th century. The author analyzes the way in which theological insights were explained and substantiated in the period following this by referring to fathers and how this was significant for the self-awareness of the church.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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