Erschienen: 31.01.2012 Abbildung von Das Götterkind im Tempel, in der Stadt und im Weltgebäude | 2012 | 55

Das Götterkind im Tempel, in der Stadt und im Weltgebäude

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2012. Buch. XXII, 475 S. 100 Illustrationen, 155 Ganzseitenillustrationen. Hardcover

Verlag Philipp von Zabern. ISBN 978-3-8053-3759-5

Das Werk ist Teil der Reihe: Münchner Ägyptologische Studien; 55

Produktbeschreibung

In der Studie beschreitet die Quellenanalyse neue Wege, da sie sich nicht auf die philologische und ikonologische Auswertung des in den Tempeln von Edfu und Dendera überlieferten Materials beschränkt, sondern andere Objektgattungen einbezieht - z.B. Terrakotten, Sistren, Skarabäen, Särge, Leichentücher oder das Totenbuch - und außerdem das historische, religiöse und kulturelle Umfeld berücksichtigt. Die auf diese Art erzielten Ergebnisse sind ebenso reichhaltig wie vielfältig und verändern unser bisheriges Bild von der Theologie und Frömmigkeit während der letzten Hochphase des Alten Ägypten.
Der erste Teil des Buches stellt die Quellen in kommentierter Übersetzung vor. Exkurse widmen sich hierbei einzelnen Bildmotiven - etwa dem Kind in der Barke, im Leib der Himmelsgöttin und auf dem Lotos - oder behandeln Mythen, die sich um die Ferne Göttin und die Geburt des Götterkindes im Dickicht von Chemmis ranken. Die Bedeutung des Pronaos im Kultgeschehen wird ebenso diskutiert wie die Symbolik von Tempeltoren, das Orakelwesen, die Rolle des Schicksals, die Ophiolatrie, die Jenseitsvorstellungen, die Kryptographie u.a.m. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Funktionen der ptolemäischen Königinnen gerichtet, wobei insbesondere die Rolle Kleopatras VII. bei der Herrscherlegitimation in einem neuen Licht erscheint. Hieran anknüpfend wird die Religionspolitik des römischen Kaisers Augustus in Ägypten und die Ausbreitung der Isisreligion unter einem erweiterten Blickwinkel interpretiert und eine mögliche Erklärung für die Errichtung des Isistempels von Dendera geliefert.
Im zweiten Teil erfolgt die detaillierte Analyse der drei Kultobjekte, die als Sinnbilder zu verstehen sind. Dabei werden deren tiefgründige Symbolik und Bedeutung in der Tempeltheologie einerseits und in der privaten Religiosität andererseits aufgezeigt. Es hat sich herausgestellt, daß die drei Objekte mit der Vorstellung von der Genese des zukünftigen Weltherrschers in Zusammenhang stehen und letztendlich ein sinnfälliger Ausdruck des urägyptischen Wunsches nach periodisch wiederkehrender Erneuerung und nach Sicherung der Kontinuität sind.

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