Erschienen: 31.07.2012 Abbildung von Gerstgarbe | Reichstagswahlen und Parteien im Wahlkreis Kassel 4 (Eschwege - Schmalkalden - Witzenhausen) im Kaiserreich | 2002

Gerstgarbe

Reichstagswahlen und Parteien im Wahlkreis Kassel 4 (Eschwege - Schmalkalden - Witzenhausen) im Kaiserreich

Eine historisch-analytische Längsschnittstudie

lieferbar ca. 10 Tage als Sonderdruck ohne Rückgaberecht

2002. Buch. 526 S. Softcover

Tectum. ISBN 978-3-8288-8339-0

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Produktbeschreibung

Die vorliegende Arbeit behandelt sowohl die Entstehung und die Entwicklung der politischen Parteien als auch den Verlauf und die Ergebnisse der Reichstagswahlen in der wahlpolitischen Einheit Kassel 4, die die drei ehemaligen Landkreise Eschwege, Schmalkalden und Witzenhausen umfaßte. Der zeitliche Rahmen der Untersuchung erstreckt sich dabei von der Wahl zum Konstituierenden Reichstag 1867 bis zum Jahre 1912, in dem die letzte Reichstagswahl des Kaiserreiches stattfand. Bewußt wurden nur die Reichstagswahlen in das Feld der Betrachtung gerückt, da nur diesen, wenn auch mit Einschränkungen, das allgemeine gleiche Wahlrecht zugrunde lag.
Der Untersuchungsgegenstand bietet ein vielfältiges Spektrum, auf dessen Grundlage sich das Verhältnis zwischen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen auf der einen und Wählerverhalten auf der anderen Seite ausgiebig untersuchen läßt. Das liegt zum einen an der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur der drei Kreise und in ihnen, zum anderen am ökonomischen Wandel, der sich in den vier Jahrzehnten des Untersuchungszeitraumes vollzogen hat.
Die Untersuchung zeigt, wie im Zuge der Industrialisierung das parteipolitische Spektrum der Region im Untersuchungszeitraum einem gravierenden Wandel unterworfen war. So bildete sich nach einem Dezenium der nationalliberalen Vorherrschaft in den Jahren 1867 - 1878 und der Zeit des Gegensatzes zwischen Konservativen und Linksliberalen in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts seit 1893 schließlich ein "Vierparteiensystem" heraus, das die vier politischen Richtungen Antisemitismus, Konservatismus, Linksliberalismus und Sozialdemokratie umfaßte, wobei der wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Wandel zunehmend die Wählerbasis der SPD verbreitern sollte.
Trotz einiger Rückschläge verzeichnete die Sozialdemokratie seit 1890 einen deutlichen Aufschwung, der, jahrelang gebremst sowohl durch das Mehrheitswahlrecht als auch durch die Formierung einer "bürgerlichen Sammlungsbewegung" in den Stichwahlen, im Jahre 1912 endlich seinen Ausdruck in der Eroberung des Reichstagsmandates fand.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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