Erschienen: 31.12.1996 Abbildung von Galvan | Zur Bachofen-Rezeption in Thomas Manns

Galvan

Zur Bachofen-Rezeption in Thomas Manns "Joseph"-Roman

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1996. Buch. VI, 176 S. Hardcover

Vittorio Klostermann. ISBN 978-3-465-02813-0

Das Werk ist Teil der Reihe: Thomas-Mann-Studien; 12

Produktbeschreibung

Der Einfluß, den der Basler Jurist und Altertumsforscher Johann Jakob Bachofen auf den Joseph-Roman ausgeübt hat, kann kaum überschätzt werden. Er ging auf komplexe und weitverzweigte Weise vor sich, und sein Aufdecken wird durch die Einschaltung Alfred Baeumlers - und Manns Rezeption von dessen Bachofen-Bild - nicht eben erleichtert.
Ausgehend von den beiden im Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich aufbewahrten Bachofen-Ausgaben - die von Manfred Schröter besorgte und von Alfred Baeumler eingeleitete Auswahl "Der Mythus von Orient und Occident" bzw. jene dreibändige von Carl Albrecht Bernoulli "Urreligion und antike Symbole", beide 1926 erschienen, - setzt sich dieses Buch eine möglichst klare Trennung zwischen Manns Bachofen-Rezeption einerseits und seiner Baeumler-Rezeption andererseits zum Ziel.
Manns Bachofen-Rezeption findet auch in der Essayistik im Umfeld des Joseph-Romans ihren Niederschlag. Hier wird besonders deutlich, daß Baeumler und Bachofen für Thomas Mann keineswegs zusammenfallen. An ausführlichen Beispielen führt die Autorin die zwei verschiedenen Ebenen vor, auf denen sich die eigentliche Rezeptionsstrategie Manns bewegt: zum einen handelt es sich um eine Sachebene, zum andern um eine der Ubernahme und spezifischen Aneignung von Bachofens Kategorien und seinem System. Diese letzere wird besonders im Abschnitt über den Homoerotik-Komplex aufgezeigt: zwischen Thomas Manns Beschreibung der politischen (nachweisbar an der Essayistik) und der eigenen (homo)sexuellen Situation zeichnet sich eine Parallele ab, wobei der gemeinsame Nenner in Bachofens Semantik und Kategoriensystem liegt. So gelangt die Autorin schließlich zu einer Interpretation des Joseph-Romans als Anschreiben gegen einen stets latenten Rückfall, der ja nach Bachofen als kulturhistorische Möglichkeit niemals ausgeschlossen werden kann. Dieser Schlüsselbegriff hat im Roman - analog zur Essayistik - sowohl eine religiös-politische, als auch eine sexuelle Dimension.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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