Erschienen: 06.12.2004 Abbildung von Fohrmann | 'Aus dem Lautsprecher brüllte der Krieg.' | 2004 | Ernst Johannsens Hörspiel 'Bri...

Fohrmann

'Aus dem Lautsprecher brüllte der Krieg.'

Ernst Johannsens Hörspiel 'Brigadevermittlung'. Zugl. Diss.

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2004. Buch. 442 S. Softcover

Aisthesis Verlag, Bielefeld. ISBN 978-3-89528-451-9

Produktbeschreibung

Im Mittelpunkt der Arbeit steht Ernst Johannsens Kriegshörspiel "Brigadevermittlung", das Ende der 20er Jahre den ersten Welterfolg eines deutschen Hörspiels feiern konnte und in seiner Erfolgsgeschichte einzigartig ist. Es zählt mittlerweile zu den Klassikern der Hörspielgeschichte. Die Arbeit versucht diese Erfolgsgeschichte nachzuzeichnen und ihre Ursachen zu analysieren. Dabei leistet sie literaturgeschichtliche und philologische Grundlagenforschung, indem einerseits die Lebens- und Werkgeschichte des nahezu vergessenen Autors Ernst Johannsen (1898-1977) durch eine umfangreiche Archivarbeit für die Forschung wieder zugänglich gemacht wird und andererseits zum ersten Mal eine detaillierte und umfassende Analyse der "Brigadevermittlung" vorgelegt wird. In den Blick rücken dabei auch Johannsens Roman "Vier von der Infanterie" und dessen filmische Adaption durch G.W. Pabst "Westfront 1918".

Inhalt:
1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Text- und Produktionsgeschichte von Brigadevermittlung
3.1 Zur Überlieferung des Hörspieltextes
3.2 Entstehung und Uraufführung
3.3 Zur außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte des Hörspiels
3.4 Neuproduktionen von Brigadevermittlung nach dem Zweiten Weltkrieg

4. Brigadevermittlung im Kontext der Rundfunk- und Hörspielgeschichte
4.1 Der Rundfunk in der Weimarer Republik
4.1.1 Die Vorgeschichte des Unterhaltungsrundfunks
4.1.2 Organisation und Struktur des Rundfunks bis 1932
4.1.3 Die Rundfunkhörer
4.1.4 Zur Programmatik und zum Programm des Weimarer Rundfunks
4.2 Zur Geschichte des Hörspiels in der Weimarer Republik
4.2.1 Die Entwicklung des Hörspiels als rundfunkspezifische Sendeform
4.2.2 Technische Aspekte der Hörspielproduktion
4.2.3 Die Suche nach Hörspielautoren
4.2.4 Zur Formenvielfalt des Hörspiels
4.3 Ernst Johannsens Überlegungen zur Hörspieldramaturgie
4.3.1 Die Abgrenzung des Hörspiels vom Bühnenstück
4.3.2 Begriffsbestimmung und Hörspieldefinition Johannsens
4.3.3 Kennzeichen einer gelungenen Hörspieldramaturgie
4.3.4 Das Hörspiel als unterschätzte Kunstform
4.4 Ausblick auf das Hörspiel während der Zeit des Nationalsozialismus
4.5 Zur Entwicklung des Hörspiels nach 1945

5. Einführung in Inhalt und Struktur von Brigadevermittlung
5.1 Der Handlungsaufbau
5.1.1 Die Erzählersequenzen
5.2 Zeit- und Ortstrukturen
5.3 Die Figuren des Hörspiels
5.4 Der Klappenschrank als strukturbildendes Element
5.4.1 "Akustischer Voyeurismus"
5.4.2 Die Szenenwechsel im Handlungsverlauf
5.5 Der Einsatz von Geräuschen
5.6 Die Beurteilung der Hörspieldramaturgie von Brigadevermittlung in der zeitgenössischen Kritik
5.7 Inhaltliche und strukturelle Unterschiede zu den späteren Druckfassungen
5.7.1 Die Druckfassung von 1962
5.7.2 Die Druckfassung von 1967
5.7.3 Die Fassung der DDR-Produktion

6. Der Erste Weltkrieg und die Versuche seiner ästhetischen Umsetzung in der Zeit der Weimarer Republik
6.1 Der Erste Weltkrieg und die Modernisierung der Kriegsführung
6.1.1 Vom Bewegungskrieg zum Stellungskrieg
6.1.2 Die Technisierung der Kampfmittel
6.1.3 Die Soldaten
6.1.4 Der Erste Weltkrieg als eine Grenzerfahrung von Darstellbarkeit
6.2 Die Popularität der Kriegsthematik gegen Ende der Republik
6.3 Die Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges in der Literatur der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit
6.3.1 Kriegsliteratur zwischen 1914 und 1918
6.3.2 Kriegsliteratur nach 1918
6.3.2.1 Die offizielle Militärgeschichtsschreibung
6.3.2.2 Die Rechtfertigungsliteratur der deutschen Generäle und Generalstabsoffiziere
6.3.2.3 Die Schriften der subalternen Frontoffiziere
6.3.2.4 Die Demontage der Generalstabsperspektive
6.4 Kennzeichen und Konzeptionen des Kriegsromans der Weimarer Republik
6.4.1 Kriegsbejahender versus kriegskritischer Roman
6.4.1.1 Die authentische Darstellung
6.4.1.2 Die Durchsetzung des Perspektivenwechsels
6.4.2 Zur Rezeption der Kriegsromane
6.4.3 Der Kriegsroman der Weimarer

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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