Fachkräfte-Einwanderungsgesetz für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland

In Deutschland zu arbeiten, wird für Fachpersonal künftig einfacher: Im Rahmen des sog. Migrationspaktes hat der Bundestag am 7. Juni 2019 das Fachkräfteeinwanderungsgesetz verabschiedet, das der Bundesrat gebilligt hat. Voraussichtlich Anfang 2020 wird es in Kraft treten. Die Neuregelung ermöglicht es, allen qualifizierten Fachkräften auch aus einem Nicht-EU-Land zum Arbeiten nach Deutschland zu kommen - und zwar für alle Branchen, und nicht nur für Engpassberufe. Zudem entfällt die bisherige Vorrangprüfung, die Bundesbürgern und EU-Ausländern Vorrang einräumte. Menschen mit Berufsausbildung können für sechs Monate einen Aufenthalt zur Arbeitsplatzsuche erhalten. Voraussetzungen hierfür sind: Eine anerkannte Qualifikation, die notwendigen Deutschkenntnisse und ein gesicherter Lebensunterhalt. Während der Suche kann eine Probearbeit bis zu zehn Wochenstunden in dem späteren Beruf ausgeübt werden. Obwohl dem Gesetz viel Lob entgegengebracht wird, gibt es auch Kritik. So können sich die hohen Anforderungen an Sprache und Qualifikation schnell als Hürde erweisen. Rechtsanwalt Dr. Reinhard Marx bezeichnet in seinem Beitrag insbesondere die Regelungen zur Beschäftigungsduldung als „gesetzgeberischen Täuschungsversuch“.

 

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