Erschienen: 31.08.2009 Abbildung von Ehlbeck | Zur Funktionsfähigkeit des europäischen Fiskalwettbewerbs | 2009 | Eine Analyse aus Sicht der ver... | 45

Ehlbeck

Zur Funktionsfähigkeit des europäischen Fiskalwettbewerbs

Eine Analyse aus Sicht der verfassungsökonomischen Finanzwissenschaft

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108,00 €

inkl. Mwst.

2009. Buch. 588 S. 11 s/w-Abbildungen, 8 s/w-Tabelle. Softcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-4396-6

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 721 g

Produktbeschreibung

Die Bekämpfung unfairer Steuerpraktiken ist gerade in Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise jüngst mit hoher Priorität auf die Agenden der EU und der OECD gerückt. Dabei ist das Thema nicht neu: Seit einer Dekade ist „unfairer“ Steuerwettbewerb eines der Hot Topics in Politik und Finanzwissenschaft. Allerdings besteht nach wie vor Einigkeit darüber, wann von unfairem Charakter einer Steuerpraktik auszugehen ist. Die Frage wird kontrovers diskutiert. Unumstritten scheint aber die Erkenntnis zu sein, dass solche unfairen Praktiken existieren.
Die politischen Initiativen gegen unfairen Steuerwettbewerb sind vor diesem Hintergrund abzulehnen. Ein Großteil der von den supranationalen Organisationen identifizierten Kriterien zur Abgrenzung unfairer Besteuerungspraktiken sind vertragstheoretisch nicht begründbar, bilden vielmehr just jene Strategien ab, die aus Sicht sehr kleiner Staaten oder Staaten, die wettbewerbsrobuste Besteuerungsregeln zur Anwendung bringen, schlicht die dominante Strategie darstellen. Es ist nicht ersichtlich, weshalb diese Staatengruppe den Hochsteuerstaaten bei der Durchsetzung eigener Steueransprüche assistieren sollte. Handlungsbedarf existiert allein bei den in diesem Sinne besteuernden Staaten, nicht hingegen bei den Steueroasen.
In der Folge zeigt sich, dass aus Sicht der Hochsteuerstaaten ein Paradigmenwechsel bei der Gewinnbesteuerung erwogen werden muss, um den Ursachen des Problems wirksam begegnen zu können. Anstelle des derzeit zur Anwendung kommenden Fremdvergleichsprinzips kann sich die Besteuerung nach dem globalen bzw. bündnisweiten Unternehmensgewinn richten, wobei der individuell zu belastende Anteil am Gesamtgewinn auf Basis realwirtschaftlicher Schlüsselfaktoren abgegrenzt und unabhängig vom Ort der Gewinnentstehung der Besteuerung unterworfen wird. Im Zuge einer solchen Modifikation der zur Anwendung kommenden Besteuerungsregel wird ein Übergang zu einer im Hinblick auf die Wettbewerbsrobustheit unproblematischen Strategie intendiert, zu diesem Zweck allerdings nicht der Ansatz einer Gewinnbesteuerung verlassen.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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