"Schützlinge des Marschalls"?
Kriegsgefangene Juden aus Frankreich und ihre Familien während des Zweiten Weltkrieges
Metropol Verlag
ISBN 978-3-86331-540-5
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2020
Umfang: 563 S.
Format (B x L): 15.4 x 22.8 cm
Gewicht: 917
Verlag: Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-540-5
Produktbeschreibung
Waren die jüdischen Frauen und Kinder französischer Kriegsgefangener "Schützlinge des Marschalls"? Unter Staatsoberhaupt Philippe Pétain versuchten die wechselnden Vichy-Regierungen, diese besondere Verfolgtengruppe zu schützen. Das hinderte die deutsche Besatzungsmacht letztlich aber weder daran, eine unbekannte Anzahl dieser Frauen und Kinder in die nationalsozialistischen Vernichtungslager zu verschleppen und dort zu ermorden, noch daran, 243 von ihnen als Geiseln nach Bergen-Belsen zu deportieren. Die Schutzbemühungen des Vichy-Regimes bezogen sich nicht nur auf die mehr als 10 000 jüdischen Frauen und Kinder von Kriegsgefangenen, sondern auch auf die 10 000 bis 15 000 jüdischen Kriegsgefangenen selbst. Sie wurden nach der Niederlage Frankreichs im Sommer 1940 zusammen mit fast allen anderen französischen Kriegsgefangenen in das Deutsche Reich überstellt. Dort blieben sie in der Regel im Gewahrsam der deutschen Wehrmacht und überlebten auf diese Weise trotz der Judenverfolgung den Zweiten Weltkrieg.
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