Erschienen: 31.10.2013 Abbildung von Dirschedl | Die griechischen Säulenbasen | 1. Auflage | 2013 | 28 | beck-shop.de

Dirschedl

Die griechischen Säulenbasen

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Buch. Hardcover

2013

652 S. 529 s/w-Abbildungen, 35 s/w-Zeichnungen, 31 Illustrationen, 40 Diagrammen.

Reichert Verlag. ISBN 978-3-89500-950-1

Format (B x L): 21 x 29,7 cm

Gewicht: 2964 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Archäologische Forschungen; 28

Produktbeschreibung

Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die griechische Säulenbasis – der ›Fuß‹ der ionischen Säule, der ab dem frühen ersten Jahrtausend v. Chr. bis in späthellenistische Zeit architektonisch gestaltet wird.
Erfasst wurden die Säulenbasen von etwa vierhundertsechzig verschiedenen griechischen Baudenkmälern (proto)geometrischer bis späthellenistischer Zeit – aus einem Zeitraum von mehr als neun Jahrhunderten – im griechischen Stammland und auf der Peloponnes, auf den griechischen Inseln und in Kleinasien sowie exemplarisch in griechischen Kolonien in Unteritalien und Sizilien, im Schwarzmeergebiet und im Nildelta. Auch Denkmäler der hellenistischen mittel- und unteritalischen, ptolemäischen und punischen Architektur mit griechischen Säulenbasen werden in die Untersuchung einbezogen sowie vereinzelt architektonische Zeugnisse der östlichen Peripherie der hellenistischen Welt.
Zwölf verschiedene Typen griechischer Säulenbasen und einige Varianten und Abwandlungen sowie wenige Sonderformen können unterschieden und zum Teil neu klassifiziert werden.
Untersucht wurden die Verbreitung, Materialwahl, Verbindung mit Säulenformen sowie Bautypen, Formen, Kannelierung bzw. Dekor, Proportionen, Zeitstellung, Entstehung, Herleitung sowie Steinschnitt und Technik der einzelnen Typen; die Ergebnisse sind in einer Synopsis typenübergreifend zusammengefasst.
Die Untersuchung der Säulenbasen zeigt u. a., dass der ›Fuß‹ der ionischen bzw. korinthischen Säule anders als Säulenschaft und Kapitell einen gestalterischen ›Spielraum‹ bot, und die verschiedenen individuell ausgebildeten Säulenbasistypen, die eine spezifische Verbreitung aufweisen, offensichtlich als charakteristisches Ausdrucksmittel lokaler Architekturtraditionen eingesetzt wurden.
Augenfällig wird dies z. B. an der Verwendung ›fremdartiger‹ kleinasiatischer Säulenbasen an Denkmälern in überregional bedeutenden Heiligtümern, wie z. B. an den Schatzhäusern von Klazomenai und Massalia und der Athener-Halle in Delphi sowie dem Ptolemäer-Weihgeschenk in Olympia, die auf die (ursprüngliche) Herkunft der Stifter, den Ort einer kriegerischen Auseinandersetzung oder die Heimat des Adressaten verwiesen. Das bewusste Wiederaufnehmen der ›ionisch-karischen Tradition‹ der archaischen ephesischen Säulenbasen nach etwa einhundertjähriger Unterbrechung in der sog. Ionischen Renaissance an spätklassischen Bauten der karischen Hekatomniden in Labraunda und Halikarnassos verdeutlicht dies ebenfalls.
Auch die von ionischen Säulenbasen abhängigen Neuschöpfungen von Säulenbasen am Nike-Tempel der Athener Akropolis sowie am Apollon-Tempel in Bassai-Phigalia in der zweiten Hälfte des 5. Jhs. – als jeweils eigenständige ›attische‹ bzw. ›peloponnesische Basistypen‹ – sind motiviert durch das Bedürfnis, sich die in Attika und auf der Peloponnes rezipierte ionische Säule jeweils anhand individueller lokaler Basisformen ›zu Eigen‹ zu machen.

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