Erschienen: 02.03.2003 Abbildung von Diawara | L'empire du verbe et l'éloquence du silence | 1. Auflage | | 120 | beck-shop.de

Diawara

L'empire du verbe et l'éloquence du silence

Vers une anthropologie du discours dans les groupes dits dominés au Sahel

lieferbar, ca. 10 Tage

Taschenbuch. Softcover

462 S. 9 s/w-Foto, 5 Tabellen, 1 Karte, 2 Diagrammen.

In englischer Sprache

Rüdiger Köppe. ISBN 978-3-89645-215-3

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zur Kulturkunde; 120

Produktbeschreibung

This anthropological analysis of oral literature in the West African Sahel region, an arid region encompassing Mauritania, Mali, Burkina Faso, and the Republic of Niger, draws attention to the importance of silence as a meaningful aspect of orality.
The author bases his analysis on a selection of legendary stories concerning Daaman Gille, the founder of the Jawara dynasty in 16th century Jaara in the North-West of the current Republic of Mali, his servant Jonpisugo and Sunjata, one of his many adversaries. In the strictly hierarchical society of Jaara, oral poets (Griots) were mainly drawn from the lower strata of dependent servants who composed legends and stories in the service of aristocratic patrons. Part of the presented legends were recorded by the author during the 1970s and 1980s, another part was drawn from the transcriptions and translations produced by colonial officials, travellers and scientists. To put these legends into a broader historical context, the author uses the 17th and 18th century chronical sources from Tombouctou.
The study is meant as a contribution to the history of the sociology of narration, the evolution of narrative situations and occasions. The author details how the past as contained in the legends is perceived by today's ordinary people, and how this notion of the past has developed due to the changes in society during the last decades, among them the genesis of the 'artist entrepreneur', the rise of a market economy or the availability and influence of radio, television and tape recordings. Special emphasis is placed on the silence, i.e. that which is left unsaid in the stories. If the African oral tradition is considered in a comprehensive context of its performance, including the narrator and the audience, it becomes clear that silence and listening are as important for the glorification of the power of the protagonist Daaman Gille as the actual spoken words.
All of the analysed stories are printed in the original in the appendix, along with a French translation.

Diese anthropologische Studie zum mündlich tradierten Erzählgesang der westafrikanischen Sahelregion (Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger), befaßt sich mit einem Aspekt der Oralliteratur, der bislang nicht untersucht wurde: der Rolle des Schweigens. Hierzu analysiert der Autor eine Auswahl von Überlieferungen der Legende von Daaman Gille, der als Begründer der Jawara-Dynastie in Jaara im 16. Jahrhundert Ausgangspunkt einer reichen Legendenbildung war, seinen Diener Jonpisugo und einen seiner Gegenspieler Sunjata.
Das historische Königreich Jaara befand sich im Nordwesten des heutigen Mali. In der streng hierarchisch organisierten Gesellschaft Jaaras kamen die Wortkünstler (Griots) vornehmlich aus der unteren Schicht der abhängigen Bediensteten, die im Auftrag von aristokratischen Mäzenen Legenden produzierten. Die untersuchten Legenden stammen zum Teil aus Tonbandaufnahmen des Autors aus den 70er und 80er Jahren, aber auch aus Transkriptionen und Übersetzungen von Kolonialbeamten, Reisenden und Wissenschaftlern. Für die historische Einordung nahm der Autor auf die Chronikaufzeichnungen von Timbuktu aus dem 17. und 18. Jahrhundert bezug.
Ziel der Studie ist es zur Geschichte der Soziologie des Erzählens, der Veränderung von Erzählsituationen und -anlässen, beizutragen. So beleuchtet der Autor die Konzeption der Vergangenheit in den Köpfen der heutigen einfachen Menschen, wie sie in den Legenden überliefert ist, und ihre Entwicklung im Zuge der gesellschaflichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte (wie beispielsweise der Entstehung des 'Künstler-Entrepreneur', dem Aufkommen der Marktwirtschaft und der Intervention durch die Medien Radio, Fernsehen und Tonbandaufzeichnungen). Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Untersuchung des Schweigens gelegt, d.h. dessen was in den Erzählungen nicht gesagt wird. Betrachtet man die afrikanische orale Tradition im Gesamtkontext ihrer Ausübung, d.h. nicht nur das Erzählte, sondern auch Er

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