5 Geld-Tipps, die ich als Student gern gehabt hätte

Von Marian Kopocz

Zwei Jahre ist mein Studium nun her. VWL und Medienwissenschaft habe ich in Regensburg studiert. Und ich wünschte mir, jemand hätte mir schon als Abiturient oder Studienbeginner wertvolle Geld-Tipps gegeben. Hat aber niemand getan, weswegen ich mir alles mühsam selbst erarbeitet habe. Wenn du willst, gebe ich dir heute fünf Tipps an die Hand, um mehr aus dir und deinem Geld zu machen.

Bei den Geld-Tipps geht es aber nicht um plumpe Spartipps. Die sind eigentlich eh jedem von euch bekannt und hauen niemanden wirklich vom Hocker. Nein, bei meinen Geldtipps geht es darum, mehr aus seinem Geld zu machen.

 

1. Verdiene mehr Geld

Hört sich einfach an, ne? Ist es manchmal auch. Ein Wundermittel um sich den nächsten Urlaub zu finanzieren oder bereits ein kleines Vermögen aufzubauen ist es, einfach mehr zu verdienen. Hast du einen 450 Euro-Job? Kannst du vielleicht mit einer anderen Tätigkeit noch etwas dazuverdienen? Hast du ein Talent und kannst dieses zu Geld machen? Kannst du schreiben, fotografieren, zeichnen, coden oder filmen? Mit deinen Hobbys schaffst du es, Geld zu verdienen. Es ist immer einfacher mehr Geld zu verdienen, als zu sparen. Und es macht im Zweifel mehr Spaß. Sparen ist nicht cool, aber einem erfüllenden Hobby nachzugehen und damit Geld zu verdienen schon. Dieser Artikel von t3n zeigt dir die besten Freelancer-Portale. Schaue doch mal, ob es sich für dich lohnt, deine Fähigkeiten zu Geld zu machen.

 

2. Studentensteuererklärung

Ja, sie ist lästig und macht keinen Spaß, aber eine Studentensteuererklärung kann dir richtig viel Geld einbringen. Dabei gibt es eigentlich keinen Unterschied zur normalen Steuererklärung. Man sagt aber Studentensteuererklärung, weil diese auf besondere Dinge Wert legt. Bedeutet: Studienkosten absetzen, Verlustvorträge sichern und so Geld vom Staat zurückbekommen. Wenn du freiwillig die Steuererklärung abgibst, es also nicht musst, dann hast du vier Jahre Zeit dafür. Selbst wenn du in den letzten Jahren keine Steuererklärung abgegeben hast, es jetzt aber noch gerne tun möchtest, dann kannst du noch alle Steuererklärungen ab 2014 abgeben. Als Student musst du aber eine Steuererklärung abgeben, wenn du selbstständig auf Rechnung gearbeitet hast und Einnahmen über dem Grundfreibetrag von 9.000 Euro (2018) hattest. Ich kann dir nur empfehlen, die Steuererklärung zu machen. Ich bekam jedes Jahr mehrere hundert Euro zurück.

 

3. Zinseszinseffekt nutzen

Je früher du mit dem Anlegen beginnst, desto mehr kann der Zinses-Zins-Effekt für dich arbeiten. Stelle dir vor, du legst 25 Euro an und bekommst 10 Prozent Zinsen. Das bedeutet, du bekommst nach einem Jahr 2,50 Euro. Die kannst du jetzt konsumieren oder wieder anlegen. Legst du also nochmal 27,50 Euro für ein Jahr an und bekommst wieder 10 Prozent Zinsen, dann sind das schon 2,75 Euro. Es wird jedes Jahr mehr. Deswegen ist es sehr wichtig, schon früh anzufangen, Geld anzulegen. Je früher, desto weniger Geld musst du sparen. Fängst du erst mit 40 an, müsstest du viel mehr Geld anlegen. Legst du jeden Monat nur 25 Euro an, hättest du nach fünf Jahren 1500 Euro angespart. Legst du dieses Geld in Aktien an, wozu ich dir rate, kannst du mit einer Rendite von sieben Prozent (das ist durchaus realistisch) schon 1846 Euro daraus gemacht haben. Je länger du das durchhältst, desto krasser wird der Effekt.

 

4. Miete/AirBnB

Nun, diesen Tipp gebe ich nicht exklusiv, aber ich habe mich dazu entschlossen, ihn trotzdem zu geben. Denn die Miete ist wahrscheinlich bei uns allen ein sehr großer Ausgabenposten. Ich zumindest zahle in München sehr viel Miete. Man kann sie kaum mindern, außer du ziehst in eine andere Wohnung. Hast du dadurch keine anderen Einbußen wie Arbeitsweg oder Lebensqualität, dann mache das. Denn hier kannst du sehr viel Geld sparen. Aber die meisten von uns können es vermutlich nicht. Wir sollten aber darauf achten, keinesfalls mehr als 30 Prozent unseres Nettogehalts für Mieten auszugeben. Ideal wäre ein Wert zwischen 20 und 25 Prozent. Gibst du mehr als 30 Prozent aus, fehlt es dir vermutlich an anderer Stelle und du kannst weder sparen noch fürs Alter vorsorgen. Kannst du es trotzdem? Na dann herzlichen Glückwunsch. Schreib mir bitte mal, wie du das machst. Versuche also deine Wohnung immer unterzuvermieten, wenn du nicht da bist. Nutze dafür AirBnB oder andere Portale oder auch einfach mal eine Facebook-Gruppe. Wichtig: Sprich vorher auf jeden Fall mit deinem Vermieter und hole dir eine schriftliche Erlaubnis.

 

5. Geld selbst anlegen

Jetzt kommen wir zur Königsdisziplin und dem Punkt, an dem die meisten Menschen scheitern: Selbst Geld anlegen. In Deutschland besitzen viel zu wenige Menschen Aktien, weil sie Angst davor haben und nicht genug darüber wissen. Dabei entwickeln sich Aktien langfristig sehr gut und sind reale Werte. Kaufst du etwa eine Amazon-Aktie, gehört dir ein klitzekleiner Teil von Amazon. Ist doch cool oder? Okay, die Amazon-Aktie kostet mehr als 1000 Euro. Aber wie wäre es, mit einer monatlichen Investition von 25 Euro? Damit könntest du den MSCI World kaufen. Hier sind 1600 Unternehmen aus den Industrieländern versammelt. Investieren kannst du über einen sogenannten ETF. Dieses Finanzprodukt ermöglicht es dir, mit deinen 25 Euro Mini-Anteile an allen 1600 Unternehmen zu erwerben. Wieso 25 Euro? Das ist einfach die kleinste Einheit. Du kannst auch mehr anlegen. Ich empfehle dir aber, erstmal mit 25 Euro zu beginnen und dich dann zu steigern. Das habe ich ebenfalls so gemacht. Und ich kann dir sagen: Es lohnt sich.

Der Autor

Marian Kopocz hat Medienwissenschaft und Volkswirtschaften studiert und absolviert momentan sein Volontariat bei FOCUS-MONEY, einem der größten deutschen Finanz-Magazine. Seit 2016 betreibt er mit zwei Kolleginnen den Kleingeldhelden-Blog. Hier informiert er über alle relevanten Themen zum Umgang mit Geld für junge Leute. Marian Kopocz lebt und arbeitet in München.

nach oben

Ihre Daten werden geladen ...