Erschienen: 31.12.2000 Abbildung von Britz | Kulturelle Rechte und Verfassung | 2000 | 60

Britz

Kulturelle Rechte und Verfassung

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2000. Buch. XIII, 337 S. Hardcover

Mohr Siebeck. ISBN 978-3-16-147440-8

Gewicht: 653 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Jus Publicum; 60

Produktbeschreibung

In der (verfassungs-)politischen Diskussion ist einerseits der Ruf nach stärkerer Anerkennung rechtlicher Positionen kultureller Minderheiten zu vernehmen. Andererseits wird eine Stärkung 'kultureller Rechte' jedoch mit äußerster Skepsis betrachtet.

Gabriele Britz zeigt Möglichkeiten und Grenzen einer Begründung kultureller Rechte auf. Trotz spärlicher gesetzlicher Vorgaben sind die Gerichte für eine Anerkennung besonderer kultureller Rechtspositionen aufgeschlossen, lassen allerdings überzeugende rechtsdogmatische Begründungen vermissen. Anknüpfend an sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse analysiert Gabriele Britz die tatsächlichen Grundlagen kultureller Differenz. Sie zeigt, daß kulturelle Differenz durch Selbst- und Fremdzuschreibung kultureller Zugehörigkeiten und Merkmale auf Grundlage ethnischer Grenzziehungen konstruiert wird und im individuellen Selbstverständnis große Bedeutung erlangen kann. Entsteht damit eine 'kulturelle Identität', wird diese Grundlage für die Artikulation kultureller (Minderheiten-)Belange.

Inwieweit besteht dann im Rahmen verfassungsdogmatisch etablierter Rechtspositionen die Notwendigkeit, besondere kulturell motivierte Bedürfnisse anzuerkennen? Welche theoretische Funktion könnten weitergehende besondere kulturelle Rechte haben? Wie lassen sich diese im geltenden Verfassungsrecht begründen?

Die grundrechtliche Relevanz des individuellen Selbstverständnisses ist der Schlüssel zur normativen Verortung kultureller Differenz. Der gewählte grundrechtstheoretische Ansatz gestattet einerseits die Begründung bestimmter kultureller Rechte, setzt dieser andererseits aber auch deutliche Grenzen.

Cultural Rights and the Constitution. By Gabriele Britz.
In Germany, the discussion surrounding special rights for cultural minorities has become highly controversial. On the one hand the demand for strengthening cultural rights is becoming louder. On the other hand politicians and scholars are afraid of the creation of a 'multicultural society'. Gabriele Britz examines the legal, theoretical-philosophical and practical aspects which have to be considered when establishing cultural rights in current or future constitutional law.

Besteht rechtlich die Notwendigkeit, kulturell motivierte Bedürfnisse anzuerkennen? Gabriele Britz zeigt Möglichkeiten und Grenzen einer verfassungstheoretischen und verfassungsdogmatischen Begründung kultureller Minderheitenrechte.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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