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Brandt

Land- und Bauerndoctor 1795

Von der Gesundheitspflege und den Krankheiten der Pferde, des Rindviehes, der Schafe, Ziegen und Schweine. Oder gründliche Anweisung für den Hauswirth alle Krankheiten welche in seinem Hauswesen forwohl an Menschen als an Thieren vorgallen, selbsten gründlich und sicher zu heilen, nebst angehängter Kurate
Reprint der Ausgabe von 1795 2002. Buch. 380 S. Softcover
Rockstuhl Verlag ISBN 978-3-936030-43-3
Format (B x L): 15.1 x 21.1 cm
Gewicht: 565 g

Von J. F. Brand, 380 Seiten, Taschenbuch, Reprintauflage von 1795 ORIGINALTITEL: Sorgfältiger Land- und Bauerndoctor von der Gesundheitspflege und den Krankheiten der Pferde, des Rindviehes , der Schafe, Ziegen und Schweine 1795. Oder gründliche Anweisung für den Hauwirth alle Krankheiten welche in seinem Hauswesen forwohl an Menschen als an Thieren vorgallen, selbsten gründlich und sicher zu heilen, nebst angehängten Kurarten AUS DEM VORWORT 1795: Da es allbereits vierzig Jahr und etwas drüber ist, daß wir, geneigter Leser, zu deinem Nuz und Frommen bis Vieharzneibüchlein haben wollen in Druk ausgehen lassen, und es inzwischen dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, den herrn Authorem zu sich in die selige Ewigkeit abzufordern, hat er diesen Abdruck nicht selbsten besorgen können. Es ist aber der Herr Author ein gar treflicher Mann und wahrer Freund des lieben Viehes und seiner Eigenthümer geweßt. Die Pflege der jungen Hunde und Kazen hat er gelernt von der berühmten Frau Justina., gemeinhin die königlich Preussische Hofwehmutter genannt, deren er in ihrem langen Wittwenstande bis an ihr erbauliches Ende zu großem Trost gereicht hat. Hierauf hat er sich in Unterricht begeben zu dem wohlberühmten Herrn Scharfrichter Deigendesch und bei solchem die Roßarzneikunst so gründlich erlernet, daß ihm dieser sein Lehrherr das rühmliche Zeugniß ertheilt, dismal seie der Jünger über den Meister. Und ihn somit in Gnaden entlassen. Hernach hat er sich einem hochberühmten Urindoctor, mit Namen Valentin Kräutermann zu Diensten begeben, und demselben drei Jahre die Schuhriemen aufgelößt, auch bei Nacht und Nebel seine Kranken besucht, wenn etwa dieser Doctor zu tief ins Paßglas gegukt, aber im Schweisse gelegen, und deswegen bei der Nacht, die niemands Freund ist, nicht aufstehen und seine Kranken berathen und besuchen können. Mittlerweile hat er auch mit einem geschikten Schweinschneider Bekanntschaft gemacht, von ihm viel herrliche Mittel für Krankheiten und Seuchen der Schweine erlernt, und um eines Kühhirten Tochter gebulet. Da ihn dann leztlich dieser wakere Mann zum Eidam angenommen, und ihm ein Receptbuch hinterlassen hat, woraus er dem Rindvieh mit manchem guten Rath in Siechthum und Wehtagen treflichen Beistand hat leisten mögen. Sein lieben Weib hat sich gar meisterlich auf das Gevögel verstanden, und im Hahneneinwerfen, Küchleinerziehen, den Pips nehmen und köstliche Tränke fürs kranke Federvieh zubereiten, konnt es ihr niemand bei Lebzeiten zuvorthun. Auch ist unser seliger Author in seinen ledigen Jahren gar oft zu den Schäfern in die Pferchhütten gekrochen, und hat sich mit ihnen von den Krankheiten des Schaafviehes vertraulich unterredet. Den Olitätenkrämern, Theriaksmännern und Balsamsulfuristrägern war er gar hold. Der liebe Gott, mehnte er, habe diesen Leuten ihres Bidersinns wegen und heiligen Lebens halber maches offenbaret, was er den Weisen und klugen dieser Welt verborgen habe. Lies ihnen dahero zu Zeiten ein Schöpplein vom Besten einschenken, und erlernte von ihnen dafur manches probatum elf.

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