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Brandt / Buchner

Nahrung, Markt oder Gemeinnutz

Werner Sombart und das vorindustrielle Handwerk
2004. Buch. 256 S. Softcover
Verlag für Regionalgeschichte ISBN 978-3-89534-512-8
Format (B x L): 15 x 21 cm
Am Beispiel des mitteleuropäischen Handwerks beleuchtet der Band den von Werner Sombart geprägten Begriff der Nahrung. Sombart umschrieb damit ein für die vorindustrielle Zeit zentrales Streben nach standesgemäßem Auskommen breiter Bevölkerungsteile. Das Konzept der Nahrung ist für die Geschichte der Wirtschaftsmentalitäten von großer Bedeutung und der darin angelegte Gegensatz zwischen dem Streben nach standesgemäßem Auskommen und dem Erwerbsstreben für die Erforschung der Frühen Neuzeit maßgeblich. Dabei wurde die Tragfähigkeit dieses Konzepts kaum jemals kritisch beleuchtet. Die Beiträge haben zum Ziel, den in weiten Teilen der Forschung präsentierten Gegensatz von Nahrung bzw. Gemeinwohl und Markt zu hinterfragen.

Inhalt:

Vorwort 7
Robert Brandt und Thomas Buchner
Einleitung 9
Reinhold Reith
Abschied vom Prinzip der Nahrung?
Wissenschaftshistorische Reflexionen zur Anthropologie des Marktes 37
Thomas Buchner
Überlegungen zur Rezeption von Nahrung in der handwerksgeschichtlichen Forschung seit dem Nationalsozialismus 67
Christof Jeggle
Nahrung und Markt in Ökonomien städtischer Gewerbe in der Frühen Neuzeit
Methodische Überlegungen am Beispiel des Leinengewerbes in Münster/ Westfalen 95
Anke Sczesny
Nahrung, Gemeinwohl und Eigennutz im ostschwäbischen Textilgewerbe der Frühen Neuzeit 131
Robert Brandt
Frankfurt sei doch eine FreyeReichsStatt, dahin jedermann zu arbeithen frey stünde
Das Innungshandwerk in Frankfurt am Main im 18. Jahrhundert zwischen Nahrungssemantik und handwerklicher Marktwirtschaft 155
Christine Werkstetter
Nahrung als Argument im Kontext von Frauenarbeit und Frauenhandeln im städtischen Zunfthandwerk 201
Literaturverzeichnis 225
Autorinnen und Autoren 251
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung 255.
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Herausgegeben von: link iconRobert Brandt und link iconThomas Buchner