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Brand

Das Ticken des langen Jetzt

Zeit und Verantwortung am Beginn des neuen Jahrtausends
2000. Buch. 196 S. Softcover
Suhrkamp ISBN 978-3-518-41150-6
Wenn sich die amerikanische Cyber-Elite mit dem Rock-Avantgardisten Brian Eno zusammentut, um über das Ende des Millenniums nachzudenken, ist Außergewöhnliches zu erwarten. Daß sie aber eine Uhr erfinden, die nur einmal im Jahr tickt, bei der erst nach einem Jahrhundert die Zeiger vorrücken und die 10 000 Jahre lang die genaue Zeit anzeigt, ist eine Provokation. Und diese ist auch geplant: Der langsamste Computer der Welt und die "Uhr des langen Jetzt" sollen am Ende des Jahrtausends eine neue Zeitrechnung anbrechen lassen. Der Beschleunigung, die in allen Bereichen der gegenwärtigen Zivilisation zu konstatieren ist, wird mit der in Jahrtausenden zählenden Uhr eine Verlangsamung der Zeit entgegengestellt. Das visionäre Projekt beschränkt sich aber nicht allein auf die Uhr: Das "Gehäuse" der Uhr soll auch eine Bibliothek beherbergen, die für die kommenden zehntausend Jahre die wesentlichen Dokumente der ersten zehntausend Jahre der Menschheitsgeschichte bereitstellt. Uhr und Bibliothek, Zeit und Archiv sind die Mythen des letzten Jahrtausends, die als Leitlinien auf dem Weg ins nächste Millennium dienen können.

An der Schwelle zum neuen Jahrtausend entwirft Stewart Brand das Konzept einer Langzeitverantwortung die den "rasenden Stillstand" (Paul Virilio) mit einem langen Jetzt und dem Horizont einer Verantwortung für die Zukunft konfrontiert. Und dies ist keineswegs technologiefeindlich. Der Beweis: www.longnow.org.
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Webcode: beck-shop.de/bdvez
Von: link iconStewart Brand. Übersetzt von: link iconMartin Baltes