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Brand / Engels / Ferrari

Wie funktioniert Bioethik?

Interdisziplinäre Entscheidungsfindung im Spannungsfeld von theoretischem Begründungsanspruch und praktischem Regelungsbedarf
2008. Taschenbuch. 341 S. Softcover
mentis ISBN 978-3-89785-577-9
Bioethische Problemlagen gehören zu den bedeutendsten Gegenwartsthemen. Die Bioethik ist sowohl im Spannungsfeld unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen als auch in neu sich bildenden Interaktionsräumen von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft angesiedelt. In dieser Situation hat sie es mit einer Vielzahl theoretischer und praktischer Hintergrundannahmen zu tun. Die Konfrontation mit einem immer komplexer werdenden Aufgabenbereich erfordert für die Bioethik eine Reflexion auf ihre spezifische Methodik, ihre Verortung im Gefüge der Disziplinen und die Reichweite ihrer Geltungsansprüche. Als anwendungsbezogener Ethik stellt sich ihr die Frage, wie sich angesichts des bestehenden Pluralismus von Ethiktheorien moralische Urteile konsensfähig begründen lassen. Durch den interdisziplinären Charakter der Bioethik ergibt sich zudem das Problem, diverse, gegebenenfalls konkurrierende Begründungsverfahren zu integrieren. Schließlich muss angesichts des praktischen Regelungsbedarfs die Aufgabe erfüllt werden, zu einer Einigung über Normen bzw. ZielSetzungen zu gelangen und damit einen verbindlichen Handlungsrahmen zu schaffen. Daher werden in den Beiträgen dieses Bandes folgende drei thematischen Schwerpunkte behandelt: Erstens Begründungsfragen im Kontext des moralischen und ethischen Pluralismus, zweitens Überlegungen zur notwendigen interdisziplinären Herangehensweise und zum Zusammenhang der verschiedenen Disziplinen bei der Begründung bioethischer Urteile und drittens die konkrete Praxis bioethischer Arbeit in verschiedenen Gremien.
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Bearbeitet von: link iconCordula Brand, geb. 1974, Studium der Philosophie und Linguistik an der Universität Essen. 2004-2006 Promotionsstipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg »Bioethik« am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. 2008-2009 wissenschaftliche Koordinatorin des DFG-Graduiertenkollegs »Bioethik – Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken« am IZEW. Promotion 2009 mit dieser Arbeit. Seit August 2009 Postdoc-Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs »Bioethik – Selbstgestaltung des Menschen, link iconEve M. Engels, geb. 1951, Studium der Philosophie, Pädagogik, Romanistik und Anglistik, 1993-1996 Professorin für Theoretische Philosophie an der Universität-Gesamthochschule Kassel. Seit 1996 Inhaberin des Lehrstuhls für Ethik in den Biowissenschaften der Fakultät für Biologie, Mitglied der Philosophischen Fakultät und Sprecherin des IZEW der Universität Tübingen. Sie ist Mitglied im Nationalen Ethikrat. Forschungsschwerpunkte: Ethik, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, insbes. der Biowissenschaften, link iconArianna Ferrari, geb. 1976, Studium der Philosophie an der Università degli studi di Milano und der Universität Tübingen. 2000 Magister Artium in Mailand. Promotion 2006. Seit Oktober 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der TU Darmstadt. Forschungsschwerpunkte: Tierethik, Bioethik, Philosophie der Biologie und Wissenschaftsphilosophie, link iconLászló Kovács, geb. 1974, Studium der Theologie und Germanistik an der Universität Eger, 2002 Masterabschluss in Angewandter Ethik und 2003 European Master in Bioethics. Seit 2007 Forschungsassistent am IZEW und Klinikseelsorger am Universitätsklinikum Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Klinische Ethik, Ethikberatung, Ethik in der Humangenetik