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Brameshuber / Cvetkovic / Spörel

Schädigung von XF1- und XF2-Betonen im CIF- und CDF-Test - Auswertung vorhandener Versuche und Literaturübersicht

2008. Buch, Buch. 38 S.
Fraunhofer IRB ISBN 978-3-8167-7794-6
Das Werk ist Teil der Reihe:
Betonbauteile müssen für ihre geplante Lebensdauer ausreichend widerstandsfähig gegenüber den zu erwartenden Umwelteinflüssen sein. Grundsätzlich gehört dazu auch der Widerstand gegen Frost- und Frost-Taumittel-Angriff. Für Betone, die den Anforderungen der Expositionsklassen XF1 oder XF2 (mäßige Wassersättigung) nach EN 206-1 genügen müssen, gibt es zurzeit kein geeignetes Prüfverfahren, mit dem die Eignung des Frost- oder Frost-Taumittel-Widerstands nachgewiesen werden kann. Gängige Laborprüfverfahren wie das Würfelprüfverfahren oder der CIF- bzw. CDF-Test prüfen bei hoher Sättigung und bilden eine deutlich schärfere Frost- und Frost-Taumittel-Beanspruchung ab, als diese Betone unter Praxisbedingungen erfahren. Die Bewertung von XF3- und XF4-Betonen erfolgt i. d. R. nach 28 Frost-Tau-Wechseln. Für XFI- bzw. XF2- Betone ist eine Schädigung bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu erwarten, da diese Betone meist eine höhere Kapillarporosität besitzen. Ein möglicher Ansatz, mit den zurzeit angewendeten Prüfverfahren zu einer Beurteilung von XF1- und XF2-Betonen zu kommen, liegt daher in der Betrachtung der Schädigungsgeschwindigkeit. Im vorliegenden Forschungsbericht wurden Literaturdaten und vorhandene eigene Ergebnisse von CIF- und CDF-Tests an XF1- und XF2-Betonen ausgewertet. Zur Abgrenzung und zum Vergleich wurden zusätzlich Betone einbezogen, die der Normzusammensetzung nicht genügen. Die beim CIF-Test für den Frostwiderstand maßgebliche Größe ist der Abfall des relativen dynamischen Elastizitätsmoduls als Indikator für die innere Gefügeschädigung des Betons. Nach RILEM-Recommendation beträgt das Grenzkriterium 80 Proz. des ursprünglichen Werts. Im Forschungsvorhaben wurde untersucht, nach wie vielen Frost-Tau-Wechseln die XF1-Betone diesen Grenzwert erreichen. Bei der Bewertung des Frost-Taumittel-Widerstands mit dem CDF-Verfahren ist die Oberflächenabwitterung maßgebend. Betone, die den Anforderungen der Expositionsklasse XF4 genügen müssen, dürfen nach 28 Frost-Tau- Wechseln nicht mehr als 1.500 g/qm Abwitterung aufweisen. Für die vorliegende Untersuchung wurde für XF2-Betone die Anzahl der Frost-Tau-Wechsel bis zum Erreichen dieses Grenzwerts ermittelt. Die ausgewerteten Daten deuten an, dass sowohl für XFI- als auch XF2-Betone im Durchschnitt eine geringere Anzahl an Frost-Tau-Wechseln als bei XF3- bzw. XF4-Betonen bis zum Erreichen des jeweiligen Akzeptanzkriteriums der inneren Schädigung beim CIF-Test bzw. der Abwitterung beim CDF-Test wahrscheinlich ist. Daher erscheint es grundsätzlich möglich, den bisher genutzten CIF- bzw. CDF-Test zur Beurteilung dieser Betone heranzuziehen. Voraussetzung wäre die Ableitung einer jeweils charakteristischen Anzahl an Frost-Tau-Wechseln für den CIF- bzw. CDF-Test, um die Prüfdauer an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen zu können.
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