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Bräuning

Ökonomie der Geldwäsche

2009. Buch. 470 S.: 18 s/w-Abbildungen, 10 s/w-Tabelle. Softcover
Kovac ISBN 978-3-8300-4125-2
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 580 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Das Phänomen Geldwäsche hatte bis zu Beginn der 1980er Jahre aus juristischer Sicht keine eigenständige Bedeutung. Erst der immense Anstieg des weltweiten Drogenhandels – insbesondere in Verbindung mit der Organisierten Kriminalität – und der diesbezüglich mangelnde Ermittlungserfolg der Strafverfolgungsbehörden rückten den Tatbestand der Geldwäsche auf Initiative der USA in den Fokus nationalen und internationalen Interesses. Die Bekämpfung der Geldwäsche wurde zu einem wichtigen Instrumentarium im Rahmen des von den Reagan- und Bush-Administrationen propagierten „war on drugs“. Nach den verheerenden Terroranschlägen des 11.09.2001 wurden die gesetzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche in vielen Ländern verschärft. Hintergrund ist die Vorstellung, dass die Techniken der Geldwäsche mit den Methoden der Terrorismusfinanzierung weitgehend identisch sind.
Das Buch beinhaltet eine umfassende Definition des Terminus Geldwäsche im juristischen und kriminologischen Sinne. Zudem erfolgt eine Abgrenzung zu anderen Begriffen, die häufig (auch fälschlicherweise) im selben Kontext verwendet werden, wie beispielsweise die Begriffe Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung. Weiter wird dargelegt, welche Akteure grundsätzlich einen Bedarf haben, ihre illegal erwirtschafteten Gelder einer Geldwäsche zu unterziehen. Zudem wird aufgezeigt, auf welche Art und Weise Geldwäschetransaktionen tatsächlich ausgeführt werden und welche Wirtschaftsbereiche in diesem Zusammenhang tangiert werden. Aufgrund des befürchteten hohen Missbrauchspotentials kommt hierbei der Analyse der Möglichkeit, schmutzige Gelder mit Hilfe neuer Zahlungsverkehrstechnologien zu waschen, eine besondere Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund einer eingehenden Prüfung der direkten und indirekten Schadens- und Bedrohungspotentiale der Geldwäsche wird erörtert, ob allein aus ökonomischer Sicht – d.h. abgesehen von strafrechtlichen oder moralischen Aspekten – ein gesetzliches Vorgehen gegen Geldwäsche angezeigt ist. Darüber hinaus analysiert das Buch detailliert, ob die nationalen und internationalen Maßnahmen der Geldwäschebekämpfung aus theoretischer Sicht grundsätzlich geeignet sind, die angestrebten kriminalpolitischen Ziele auch zu erreichen. Schließlich wird der Erfolg und der Nutzen der Geldwäscheregulierungsmaßnahmen in Deutschland eingehend überprüft.
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