Detailsuche

Bovenschen

Bindungsentwicklung im Vorschulalter

Die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme als kognitive Grundlage der zielkorrigierten Partnerschaft
2006. Buch, Buch. 302 S.: 24 s/w-Abbildungen, 53 s/w-Tabelle.
Kovac ISBN 978-3-8300-2352-4
Das Werk ist Teil der Reihe:
Das Vorschulalter stellt für jedes Kind eine Zeit dar, in der es viele Erfahrungen in neuen Situationen und mit neuen Interaktionspartnern macht, die gleichzeitig einen Schritt aus dem engen Umfeld der Familie bedeuten. Doch auch innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung werden im Vorschulalter Veränderungen deutlich. So lernen die Kinder zunehmend, auch ohne unmittelbare Nähe zur Bezugsperson auszukommen, längere Trennungen besser zu bewältigen und eine partnerschaftliche Beziehung zu den Eltern zu entwickeln. Den Motor dieser Veränderungen bilden neben sprachlichen Fortschritten vor allem zunehmende kognitive Fähigkeiten der Kinder.

Das Buch beschäftigt sich mit diesen bisher kaum untersuchten Entwicklungsprozessen und fokussiert dabei auf die kindliche Fähigkeit zur Perspektivenübernahme, also die Kompetenz der Kinder, nicht nur die eigenen Bedürfnisse, sondern auch die Wünsche der Eltern in ihren Handlungen zu berücksichtigen.

Berichtet werden die Befunde aus zwei Studien mit insgesamt 156 Kindern zwischen 3 und 5 Jahren, in denen mittels Interview- und Beobachtungsmethoden die kindliche Fähigkeit erfasst wurde, die Wünsche der Bezugspersonen in Konfliktsituationen wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Die Befunde belegen, dass in einzelnen Situationen bereits 3jährige über diese Fähigkeit verfügen, während allgemeinere, situationsunabhängige Kompetenzen erst im Alter von 5 Jahren erworben werden. Zudem scheint die kindliche Kompetenz, die Wünsche der Bezugspersonen zu berücksichtigen, eine spezifische Fähigkeit zu sein, die sich von der allgemeinen Fähigkeit, die Wünsche anderer Personen zu verstehen, unterscheiden kann.
Versandkostenfrei
lieferbar, ca. 10 Tage
68,00 €
inkl. MwSt.
Webcode: beck-shop.de/bgpis