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Bottermann

Der transatlantische Realzinsverbund

Eine Untersuchung des US-Einflusses auf die deutsche Zinsstrukturkurve
2008. Buch. XXIV, 198 S.: 14 s/w-Abbildungen, 36 s/w-Tabelle. Softcover
Josef Eul ISBN 978-3-89936-690-7
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 320 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Die vorliegende Arbeit untersucht den Auslandseinfluss auf den deutschen Kapitalmarktsatz in einem ökonometrischen Modell. Ziel ist es, ein möglichst genaues Bild der Wechselwirkungen und Interdependenzen auf den internationalen Kapitalmärkten zu zeichnen und daraus Schlussfolgerungen über die Bestimmungsfaktoren und Bewegungsgesetze der deutschen Kapitalmarktzinsen abzuleiten. Im Kern geht es dabei um die engere empirische Frage, ob ein langfristig stabiler Niveauzusammenhang in Form einer oder mehrerer Kointegrationsbeziehungen am internationalen Geld- und Kapitalmarkt nachgewiesen werden kann und welche Bedeutung binnenwirtschaftlichen Zinsdeterminanten, repräsentiert durch die kurzen Zinssätze, vor diesem Hintergrund zukommt.

Das zentrale Novum der Arbeit ist die Untersuchung des Zusammenspiels der realen Zinsstrukturkurven im Rahmen eines multivariaten Fehlerkorrekturmodells. Das entwickelte Modell des transatlantischen Realzinszusammenhanges in der Zeit 1977–2001 liefert Anhaltspunkte für einen Niveauverbund der Kapitalmarktzinsen. Die Modellanalyse bestätigt dabei die in der Literatur vorherrschende Hypothese, dass vom US-Zins der wesentlich größere Einfluss auf den deutschen realen Kapitalmarktsatz ausgeht als umgekehrt, was – in Ergänzung des Forschungsstandes – auf die relativ stärkere Einbindung des deutschen Kapitalmarktsatzes in das internationale Zinsgefüge zurückgeführt wird.

Das zentrale empirische Resultat der Arbeit ist, dass die deutsche im Gegensatz zur US-amerikanischen Realzinskurve und zum internationalen Kapitalmarktzinsverbund nicht kointegriert ist. Die in der vorliegenden Analyse ermittelten Ergebnisse deuten damit darauf hin, dass die deutsche reale Zinsstrukturkurve aufgrund der hohen Abhängigkeit der deutschen Kapitalmarktzinsen von ihrem US-Pendant gestört wird. Aus realer Sicht ist der Grad an Kohärenz im deutschen Zinsgefüge wesentlich schwächer ausgeprägt als in der nominalen Betrachtung, die in der empirischen Literatur überwiegt.
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