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Borodziej / François / Keding / Makhotina / Schulze Wessel

Krieg im Museum

Präsentationen des Zweiten Weltkriegs in Museen und Gedenkstätten des östlichen Europa
2015. Buch. 376 S. Hardcover
Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-525-37309-5
Format (B x L): 16 x 23,7 cm
Das Werk ist Teil der Reihe:
Kein anderes Ereignis der Zeitgeschichte hat in Europa eine solche identitätspolitische, sinnstiftende Erinnerungskraft und ist so stark von geschichtspolitischen Konjunkturen und nationalkulturellen Deutungen abhängig wie der Zweite Weltkrieg.
Die Erinnerung an den Krieg ist jedoch zwischen Erinnerungskollektiven umkämpft, was für Museen eine Herausforderung ist. Daher stellt sich grundsätzlich die Frage, ob das museale Narrativ das Ergebnis eines gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses ist, oder ob es andere, 'alternative Geschichten' ausgrenzt und somit als geschichtspolitischer 'Schiedsrichter' fungieren will.
Die Brennpunkte der Debatten betreffen unter anderem die Opferhierarchie, die Thematisierung der (eigenen) Täter und die Integration des Holocaust in die offizielle Kriegserzählung. Der gesellschaftliche Dissens in Bezug auf diese Fragen führt dazu, dass die 'musealisierte Geschichte' oft von der 'erinnerten Geschichte' abweicht.
Der Sammelband analysiert erstmals mit ähnlichen methodischen Zugängen ausgewählte Museen und Gedenkstätten des östlichen Europa zum Zweiten Weltkrieg. Dadurch werden nicht nur die erinnerungspolitischen Kontexte in osteuropäischen Staaten, sondern auch der Einfluss der transnationalen Museumspraxis in Bezug auf den Holocaust sichtbar.
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