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Bordt

Platons Theologie

2006. Buch. 288 S. Hardcover
Karl Alber Verlag ISBN 978-3-495-48190-5
Format (B x L): 13,9 x 21,4 cm
Gewicht: 480 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Die Frage, welche Auffassungen Platon über Gott und die Götter gehabt hat, ist in der Forschung jahrzehntelang vernachlässigt worden, obwohl sich ohne ein Verständnis seiner Theologie Platons Philosophie kaum adäquat verstehen läßt. Die Studie klärt diese Frage durch die Interpretation zweier zentraler Texte: Das zweite Buch der Politeia und, unter Rückgriff auf Platons Timaios, das zehnte Buch der Nomoi. Die Aussagen über Gott und die Götter im zweiten Buch der Politeia, aber auch in vielen anderen Dialogen, machen deutlich, daß Platon einen obersten Gott von den vielen anderen Göttern unterscheidet.
An dem obersten Gott wird deutlich, was es heißt, ein Gott zu sein. Wenn Platon in deutlicher Kritik an religiösen Auffassungen vieler seiner Zeitgenossen schreibt, daß Gott gut und unveränderlich ist, dann verweisen beide Eigenschaften auf die Konzeption der Idee des Guten, die Platon in den mittleren Büchern der Politeia entwickelt. Platon legt es nahe, Gott mit der Idee des Guten zu identifizieren, obwohl die Kontexte, in denen von Gott und der Idee des Guten gesprochen wird, unterschiedlich sind. Anders in den Nomoi, einem Dialog, in dem von Ideen nur sehr vereinzelt die Rede ist. In den Nomoi werden die Götter mit Seelen und der oberste Gott mit der Vernunft identifiziert. Die Studie zeigt, daß sich beide theologischen Konzeptionen nicht ausschließen, weil die Idee des Guten in relevanter Hinsicht mit der Vernunft identifiziert werden kann.
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