Erschienen: 20.03.2006 Abbildung von Bonn | Replika | 1. Auflage 2006 | 2006

Bonn

Replika

Lektüren verbaler Halluzination

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1. Auflage 2006 2006. Buch. 171 S. Softcover

Aisthesis Verlag, Bielefeld. ISBN 978-3-89528-556-1

Das Werk ist Teil der Reihe: Aisthesis Essay; 25

Produktbeschreibung

Replika, Essays, Nachbildungen, Anknüpfungen zu Texten, zu einer Filmerzählung von Ettore Scola auch und einer Trickfilmfigur, dem Rosaroten Panther.

Der Titel umfaßt die transtextuellen Bezugnahmen von Schreibenden auf andere Schreibende, seien sie eingestandener oder uneingestandener Art, mit Absicht inszeniert oder eben so unterlaufen.

Die verbale Halluzination assoziiert die Gänge, Irrgänge, Umgehungen auch jener unaufhörlich nach Sinn vorantastenden metonymischen Arbeit des Lesens mit den von den begünstigten Texturen ausgesetzten Effekten, die solche Arbeit erst in Bewegung bringen. An verbal Halluzinatorischem hat Benns Vorstellung vom "Ahnungslicht" ebenso teil wie Celans "Rauschelbeere", Hofmannsthals Mund voll "modriger Pilze" genauso wie die fixe Figur einer "Figur im Teppich" bei Henry James. Die affektiven Sprachschübe und aufgestockten Schweigeperioden der Figuren Stifters sind Margen einer verbalen Halluzination wie die ausgetüftelte, monologisch wuchernde Rede des Generals gegenüber dem Jugendfreund bei Márai, wie Robert Walsers Schreib- und Redehemmungen und W.G. Sebalds Zwangsvorstellung einer Verknnüpfung von Zufällen zu einer unfaßlichen Ordnung. Die Halluzination sitzt in J.P. Hebels Höhlenschläfer ebenso wie in Kafkas Visionen von Mädchengesichtern.

Neben den Genannten geht es in den Versuchen u.a. um Texte von Goethe, Ingeborg Bachmann, Thomas Mann, Fleur Jaeggy, Zsuzsa Bánk, Yoel Hoffmann, Descartes, Stendhal, Nietzsche und László Földényi.

Inhalt:
Intro
I Schnippsel, anfangs Verstreutes zum Verweilen (zu Rolf-Dieter Brinkmann, Johann Wolfgang v. Goethe und Gottfried Benn)
II Aufbrüche (zu Ingeborg Bachmann und Paul Celan)
III Schneider (zu Franz Kafka)
IV Hölderlin geht (zu Robert Walser)
V Kammerspiele (zu Ettore Scola und Adalbert Stifter)
VI Kopflos (zu Georg Büchner und Thomas Mann)
VII Schaf (zu Robert Walser)
VIII Wie Pilze (zu Hugo v. Hofmannsthal und Friedrich Nietzsche)
IX Abkünftig (zu Johann Peter Hebel)
X Puppen und Dämmer (zu Fleur Jaeggy und Zsuzsa Bánk)
XI Jahresringe des Krieges (zu René Descartes und Yoel Hoffmann)
XII Beszéljen magyarul! (zu Henry James)
XIII Lichter (zu Sándor Márai)
XIV Waldschneisen (zu Robert Walser, W.G. Sebald und Gustave Flaubert)
XV Naturell (zu Stendhal)
Eingedenk Paulchens
Anstelle eines Nachworts

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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