Erschienen: 31.12.1997 Abbildung von Bölte | The role of mismatching information in spoken word recognition | 1997

Bölte

The role of mismatching information in spoken word recognition

vergriffen, kein Nachdruck

56,20 €

inkl. Mwst.

1997. Buch. 164 S. Hardcover

Kovac. ISBN 978-3-86064-546-8

In englischer Sprache

Produktbeschreibung

Wie genau müssen Sprachsignal und im Gedächtnis gespeicherte Informationen über Wörter übereinstimmen? Kann das Worterkennungssystem Abweichungen des Sprachsignals von einer gespeicherten Beschreibung tolerieren? Vereinfacht ausgedrückt: Muss ein Hörer das Wort "Tomate" hören, um an ein rotes, fleischiges und wässriges Gemüse zu denken oder reicht es aus, so etwas wie "Domate" zu hören.
Diese beiden Modellvorstellungen wurden in sechs uni- und vier cross-modalen Entscheidungs- und Wortproduktionsaufgaben untersucht. Pseudowörter, z.B. "Domate", bildeten das Reizmaterial der unimodalen Versuche. Hierbei zeigte sich, dass die Geschwindigkeit der Wortproduktion von der phonologischen Nähe des Pseudowortes zu seinem Ausgangswort abhing, z.B. zu "Domate" wurde schneller "Tomate" produziert als zu "Fomate". Bei den Entscheidungsaufgsaben wurden phonologisch nahe und ferne Pseudowörter gleichermaßen schnell erkannt. Es gab aber mehr Fehler bei phonologisch nahen Pseudowörtern. Bei den cross-modalen Entscheidungsaufgaben reagierten die Teilnehmer auf Wörter, denen phonologisch nahe bzw. ferne Pseudowörter oder identische Pseudowörter vorangingen, z.B. "Tomate", "Domate" oder "Fomate" - TOMATE. Bei identischen Wort-Wortpaaren wurden die schnellsten Reaktionszeiten beobachtet. Pseudowort-Wortpaare riefen langsamer Reaktionszeiten hervor. Die phonologische Nähe des Pseudowortes spielte aber keine Rolle. Dies wurde darauf zurückgeführt, dass nur Entscheidungen und keine Wortproduktionen von den Versuchsperson verlangt wurden. Weiterhin wurde beobachtet, dass der beobachtete Effekt hauptsächlich auf einer Phonemebene entsteht und nicht durch strategische Versuchspersonenprozesse beeinflusst wurde.
Beide Untersuchungsreihen zeigten, dass Abweichungen bis zu einem Phonem zwischen Sprachsignal und Gedächtnisrepräsentation vom Worterkennungssystem kompensiert werden können. Das Trace-Modell erklärt die Ergebnisse aufgrund seines Abbildungsprozesses plausibler, auch wenn es Unterschiede zwischen nahen und fernen Pseudowörter bei den cross-modalen Versuchen vorhersagen würde.

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