Erschienen: 30.09.2004 Abbildung von Bergemann / Ladwig-Winters | Jüdische Richter am Kammergericht nach 1933 | 2004 | Eine Dokumentation.

Bergemann / Ladwig-Winters

Jüdische Richter am Kammergericht nach 1933

Eine Dokumentation.

lieferbar, ca. 10 Tage

2004. Buch. 160 S. Softcover

Carl Heymanns. ISBN 978-3-452-25833-5

Produktbeschreibung

Das Kammergericht in Berlin nahm seit der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 eine herausragende Position unter den preußischen Gerichten ein. Neben der Stellung eines gewöhnlichen Oberlandesgerichts wurde ihm in einer Anzahl von Rechtssachen die höchstrichterliche Entscheidung für das preußische Staatsgebiet übertragen. Zu seinem Gerichtsbezirk zählten mehr als 6,6 Millionen "Gerichtseingesessene". Anfang 1933 gab es am Kammergericht 33 Zivil- und zwei Strafsenate, in denen über 190 Juristen tätig waren.

Die ersten Übergriffe gegen Richter und Staatsanwälte jüdischer Herkunft sind für die Tage nach dem Reichstagsbrand vom 28. Februar 1933 belegt. Unter den Opfern waren auch - soweit bekannt - zwei Kammergerichtsräte. Nach Übernahme des preußischen Justizministeriums durch Hanns Kerrl wurde ab Ende März 1933 systematisch gegen Juristen jüdischer Herkunft vorgegangen.

Die Dokumentation, die vom Kammergericht in Auftrag gegeben wurde, gliedert sich in eine allgemeine Darstellung der übergreifenden Entwicklungen und in einen biographischen Teil, der für jeden der 50 verfolgten Juristen in einer Kurzbiographie die Lebensstationen nachzeichnet. Beide Teile zusammen, ergänzt um zahlreiche Fotos und Urkunden, zeigen eindringlich das Ausmaß der systematischen beruflichen Ausgrenzung und der persönlichen Konsequenzen für die jüdischen Richter und Staatsanwälte am Kammergericht zur Zeit des Nationalsozialismus.

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