Erschienen: 20.01.2011 Abbildung von Bepler / Meise | Sammeln, Lesen, Übersetzen als höfische Praxis der Frühen Neuzeit | 2011 | Die böhmische Bibliothek der F... | 126

Bepler / Meise

Sammeln, Lesen, Übersetzen als höfische Praxis der Frühen Neuzeit

Die böhmische Bibliothek der Fürsten Eggenberg im Kontext der Fürsten- und Fürstinnenbibliotheken der Zeit

lieferbar (3-5 Tage)

2011. Buch. 412 S. Hardcover

Harrassowitz. ISBN 978-3-447-06399-9

Format (B x L): 17 x 24 cm

Das Werk ist Teil der Reihe: Wolfenbütteler Forschungen; 126

Produktbeschreibung

Der von Jill Bepler und Helga Meise herausgegebene Sammelband "Sammeln, Lesen, Übersetzen als höfische Praxis der Frühen Neuzeit" stellt eine der in jüngster Zeit erschlossenen Adelsbibliotheken der Habsburgermonarchie vor: die Bibliothek der Fürsten Eggenberg in Cesky Krumlov/Böhmisch Krumau. Das Schloss der Fürsten Rosenberg, Eggenberg und Schwarzenberg ist heute vor allem wegen seiner architektonischen Pracht und seines vollständig erhaltenen barocken Theatersaals bekannt. Es beherbergt aber auch einen bedeutenden Teil der ehemaligen fürstlichen Büchersammlungen. Die hier publizierten Tagungsbeiträge markieren den Abschluss einer von der Dorothee Wilms-Stiftung geförderten Zusammenarbeit zwischen der Herzog August Bibliothek und Buchwissenschaftlern in Ceske Budejovice/Budweis und Prag. Sie erkunden die Bestände und die Sammlungsgeschichte der Eggenberger Fürstenbibliothek im Kontext der politischen und konfessionellen Geschichte der Adelslandschaft der böhmischen Länder vom 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert, zeichnen die Profile von Sammlern und Lesern nach und ziehen Vergleiche zu anderen Adels- und Hofbibliotheken.
Von besonderer Bedeutung für den Aufbau und den Erhalt der Bibliotheken waren die Fürstinnen. Nicht nur in Böhmisch Krumau und anderen Adelsgeschlechtern der Habsburgermonarchie engagierten sich Fürstinnen für das Buch und den sorgsamen Umgang mit ihm, sondern auch in den Territorien des Heiligen Römischen Reiches. Am Beispiel von Einzelfällen untersucht der Band ihr bibliophiles Engagement, ihre Tätigkeit als Übersetzerinnen, den Aufbau und das Schicksal ihrer Sammlungen. Die wichtigsten Quellen bilden weitgehend unbekannte Nachlassinventare und Verzeichnisse, die hier erstmals ausgewertet wurden. Die sich abzeichnende Vielfalt der kulturellen Tätigkeiten der Fürstinnen liefert so eine erste Kartierung der adeligen Bibliothekslandschaft in den deutschsprachigen Ländern der Frühen Neuzeit.

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