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Konfessionen und Sport in der frühen Neuzeit

2004. Buch. 130 S.: 45 s/w-Abbildungen. Hardcover
Kovac ISBN 978-3-8300-1495-9
Das Werk ist Teil der Reihe:
Die frühe Neuzeit bringt, aus christlichen Quellen gespeist, eine Neuentdeckung des Körpers. Die Renaissancekunst stellt seine Schönheit heraus. Humanisten machen mit antiken Texten und ihrer christlichen Interpretation Wirkungen von 'Gymnastik' für Gesundheit, Erziehung und Wehrertüchtigung öffentlich. Reformatoren und ihre Schulen folgen ihnen hier im Interesse der erstarkenden Fürstenmacht. Fürsten nutzen Fest und Sport zur Repräsentation ihrer Machtherrlichkeit und zur Erziehung ihrer Untertanen für ihre Zwecke. Prediger, Erzieher und Schulen konkurrierender Konfessionen stützen diese 'gottgewollte' Ordnung. Aber aus den gemeinsamen Quellen von 'Schrift und Tradition' kritisieren Theologen, Prediger und Schriftsteller die Überheblichkeit, Anmaßung und Ausbeutung des 'Sports' im ancien régime. Anknüpfend an bürgerliche, medizinische und volkstümliche Traditionen bringen sie eine persönlich verantwortete aufgeklärte Sportverwendung auf den Weg, deren politische Durchsetzung allerdings vielfach scheitert. Sportpersönlichkeiten wie Kaiser Maximilian I. (†1519), Amos Comenius (†1670) und Michel de Montaigne (†1592) stehen u.a. exemplarisch für das Sportverständnis der frühen Neuzeit.
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