Erschienen: 30.07.2012 Abbildung von Ackermann | Warum die NPD keinen Erfolg haben kann | 2012 | Organisation, Programm und Kom...

Ackermann

Warum die NPD keinen Erfolg haben kann

Organisation, Programm und Kommunikation einer rechtsextremen Partei

2012. Buch. 385 S. Softcover

Budrich UniPress. ISBN 978-3-86388-012-5

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 549 g

Produktbeschreibung

NPD – aktuell chancenlos? Journalist und Politikwissenschaftler interviewt NPD-Funktionäre Robert Ackermann hat persönlich Interviews mit Mitgliedern der Parteispitze der NPD geführt und kommt zum Schluss, dass die NPD in Deutschland derzeit das Wählerpotenzial für „Rechtsaußen“ nicht ausschöpfen kann. Während bei unseren europäischen Nachbarn rechtspopulistische Parteien zum Teil große Erfolge feiern und in Parlamente gewählt werden, sind derartige Parteien in Deutschland vergleichsweise erfolglos. Den Gründen dafür geht Robert Ackermann in seinem neuen Buch nach. Auf der Grundlage von Interviews, die der Politologe und Journalist Robert Ackermann mit Leuten aus der Parteispitze der NPD führte, erarbeitet er Antworten auf seine Fragestellung: Mit welchen organisatorischen, programmatischen und kommunikativen Mitteln will die NPD erfolgreich sein und warum gelingt das nicht? In seinen Interviews erhielt Ackermann exklusive Einblicke in das Innenleben einer Partei, die ihr Wesen nur selten nach außen kehrt. „Die NPD hält an der Verherrlichung von Personen und Ideen aus der Nazizeit fest und verzichtet darauf, aktuelle Stimmungen und Ressentiments aufzugreifen“, so Ackermann, „aus ideologischen Gründen tut sie sich beispielsweise schwer mit anti-islamischer Propaganda.“ Ackermanns Analyse zeigt: Die Erfolglosigkeit der NPD ist nicht allein auf die deutsche Nazivergangenheit zurückzuführen, sondern in erster Linie auf die Partei selbst. Organisatorisch fehlt ihr vor allem eine charismatische Führungsfigur und eine straffe Hierarchie. „Die NPD ist ein chaotischer Haufen mit verschiedenen Machtzentren, keine straff gelenkte Kaderpartei“, urteilt Ackermann. Niemand kann garantieren, dass es so bleibt, weshalb Ackermanns Statement zu Beginn seines Buches mit Nachdruck hervorgehoben sei: „Der Staat darf seine Feinde nicht finanzieren, ihnen nicht die Möglichkeit geben, sich in Organisationen zu vereinigen, die einen von der Verfassung besonders geschützten Status genießen. Auch ich sehe Parteiverbote skeptisch, aber bei der NPD sind alle Bedingungen dafür erfüllt.“ Die Thesen von Ackermanns Untersuchung lauten: These 1: Die NPD kann in Deutschland – neben der Einschränkung durch exogene Bedingungen – aufgrund von parteiinternen Faktoren das vorhandene Wählerpotential für Rechtsaußenparteien nicht ausschöpfen. These 2: Strukturell-ideologische Elemente innerhalb der Partei haben den Wandel der NPD zu einer modernen, so genannten rechtspopulistischen Partei bisher versperrt.

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