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Acham / Nörr / Schefold

Der Gestaltungsanspruch der Wissenschaft

Aufbruch und Ernüchterung in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf dem Weg von den 1960er zu den 1980er Jahren
2007. Buch. 747 S. Softcover
Franz Steiner ISBN 978-3-515-08795-7
Format (B x L): 15,5 x 22,8 cm
Gewicht: 1110 g
In diesem dritten Band zur Geschichte der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im 20. Jahrhundert wird die Aufbruchstimmung fassbar, welche die Wissenschaft im deutschen Sprachraum seit Anfang der Sechzigerjahre ergriff. Nach intensiven Debatten zu Grundlagen, Gestaltungsaufgaben, Forschungsrichtungen und zur Lehre ergab sich in der Reaktion auf die dadurch bewirkten institutionellen Veränderungen spätestens seit Mitte der Siebzigerjahre eine Rückbesinnung, aber keine Rückkehr zur Tradition.

Die ersten beiden Bände hatten die Umbrüche nach den zwei Weltkriegen behandelt. Es zeigt sich, dass auch die durch den politisch-kulturellen Wandel mitbedingten Universitätsreformen Brüche mit vergleichbaren Folgen für die drei Disziplinen nach sich zogen, die sich nun auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zubewegen.

Aus dem Inhalt

Vorwort

I Zeitgeist und Wissenschaft:

Michael Bock: Der Einfluss der Soziologie auf das Menschenbild in den Kriminalwissenschaften

Richard Hauser: Die sozialpolitische Entwicklung von Mitte der 60er bis Ende der 80er Jahre – Austausch zwischen Wissenschaft und Politik oder Dialogverweigerung?

Knut Wolfgang Nörr: Begriffe, die eine Botschaft überbringen: „Soziale Marktwirtschaft“, „Wirtschaftsverfassung“, „Wirtschaftsrecht“ in den 70er und 80er Jahren

II Gegenstand und Methode:

Volker Kruse: Soziologie als „Schlüsselwissenschaft“ und „Angewandte Aufklärung“ – Der Mythos der Empirischen Soziologie

Harald Hagemann: Wachstums- und Entwicklungstheorien: Vom Beginn der 1960er Jahre bis Ende der 1980er Jahre

Eric Hilgendorf: Die Renaissance der Rechtstheorie

III Selbstbesinnung der Disziplinen:

Pietro Morandi: Soziologie in der Schweiz. Anmerkungen zu ihrer historischen Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert

Jürgen Kromphardt: Von der Globalsteuerung der Nachfrage zur Verbesserung der Angebotsbedingungen – Zu den Ursachen des Bedeutungsverlusts des Keynesianismus

Dian Schefold: Von der Grundrechtsinterpretation zur Verfassungstheorie

Günter C. Behrmann: Bildungsexpansion und demokratische Mission: Der Aufstieg der Sozialwissenschaften zu Bildungswissenschaften der Bundesrepublik

IV Herausforderungen einer neuen Zeit:

Gunther Tichy: Wandlungen im Gesellschaftspolitischen Zielkatalog Der zunehmende Stellenwert von Lebensqualität und Sicherheit im Zeitraum 1965 bis 1985

Bertram Schefold: Umweltökonomie. Die Entstehung einer Fachdisziplin vor dem Hintergrund von Weltuntergangsängsten, Kapitalismuskritik und Methodenkontroversen zur neoklassischen Theorie

Richard Novak: Grundrechtsverständnis und Verfassungswandel in Österreich

V Menschenbild und Ethik:

Clemens Albrecht: Die Wendung ins Subjekt. Gesellschaftsanalyse und Psychotherapie

Hermann Sautter: Neue Politische Ökonomie und Wirtschaftsethik Antworten der Wirtschaftswissenschaft auf den Versuch eines Paradigmenwechsels

Joachim Rückert: „Sozialstaatsprinzip“. Neuer Mut in alten Fragen
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