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Landesklinik Teupitz

Geschichte - Architektur - Perspektiven
2003. Buch. 168 S.: 130 Illustrationen. Hardcover
be.bra Verlag ISBN 978-3-89809-037-7
Format (B x L): 21 x 29,7 cm
Gewicht: 970 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Die Landesklinik Teupitz wurde in den Jahren 1905 bis 1908 als fünfte große Heil- und Pflegeanstalt des Brandenburgischen Provinzialverbandes gebaut. In der damals zweitkleinsten Stadt der Provinz entwarf Theodor Goecke das erste Psychiatriekrankenhaus im reinen Pavillonstil. Es setzte Maßstäbe für weitere Bauvorhaben dieser Art.

Diese kleine, abgeschlossene Welt spiegelte stets die wechselvolle Geschichte ihrer Umgebung: im Ersten Weltkrieg diente die Anstalt vorübergehend als Reservelazarett und wurde in den Inflationsjahren kurzzeitig geschlossen. Nach 1945 befand sich auf einem Teil des Geländes ein sowjetisches Militärhospital. Die Planungs- und Bauphase des Komplexes wird in dem Band ebenso dokumentiert wie die zahlreichen Umnutzungen.

Immer wieder waren es aber die Menschen, die als Architekten, Therapeuten oder Patienten die Geschichte der Anstalt geprägt haben. In dem vorliegenden Band wird das Leben des Malers Paul Goesch beispielhaft nachgezeichnet. Nach einem Architekturstudium wandte er sich von 1903 an der bildenden Kunst zu und pflegte Kontakte zur intellektuellen Avantgarde Berlins. Seit den zwanziger Jahren in psychiatrischer Behandlung, lebte er von 1934 an in der Landesklinik Teupitz. Von dort wurde er 1940 „verlegt“ und im Rahmen der „Euthanasie“ ermordet. Sein Schicksal steht stellvertretend für das vieler anderer.

Die Klinik in Teupitz war eine Modellanstalt, bei der „alle Errungenschaften der modernen Hygiene in ästhetisch schönen Bauformen zur Anwendung gebracht“ wurde. Der reich illustrierte Band dokumentiert die Nutzung als Reservelazarett, sowjetisches Militärhospital und den Umbau zur modernen Fachklinik mit bislang noch nie veröffentlichten historischen Karten und Fotos.
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